Forschungsfeld: Sozioökonomischeund politische Transformationen

Verantwortliche (in alphabetischer Reihenfolge):
Erna Appelt / Institut für Politikwissenschaft, Manfred Auer / Institut für Organisation und Lernen, Veronika Eberharter / Institut für Wirtschaftstheorie, -geschichte und -politik, Alexandra Weiss / Institut für Politikwissenschaft, Heike Welte / Institut für Organisation und Lernen.

 

Weitere beteiligte WissenschafterInnen:
Margret Friedrich / Institut für Geschichte, Erika Thurner / Institut für Politikwissenschaft, Claudia von Werlhof / Institut für Politikwissenschaft.

 

 

In den letzten 25 Jahren hat sich die soziöökonomische und politische Stellung von Frauen stark verändert. Neben der Familienpolitik wurde Gleichstellungspolitik als wichtiges Politikfeld etabliert. Diese Transformation ist jedoch keineswegs abgeschlossen: Das Erwerbsverhalten von Frauen und Männern steht im Spannungsfeld der demografischen, konjunkturellen und strukturellen Entwicklung eines Landes und wird von den institutionellen Rahmenbedingungen, organisationalen Management- und Personalstrategien sowie den kulturellen und gesellschaftlichen Werte- und Verhaltensmustern beeinflusst. Die empirische Evidenz zeigt in den allen europäischen Ländern erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich Berufsorientierung, Beschäftigung und  Arbeitslosigkeit, Einkommenschancen und Armutsrisiken.

 

Genderforschung analysiert wie Gender, d.h. das soziale Geschlecht durch Erwerbsarbeit, Familienarbeit, gesellschaftliche Arbeitsteilung, Arbeitsmarktstrukturen, Wohlfahrtsstaat, usw. (re)produziert wird.

 

Untersuchungsrelevante Fragestellungen ergeben sich beispielweise in folgenden Bereichen:

  • angebots- und nachfrageseitige Bestimmungsfaktoren von Erwerbsverhalten, Berufsorientierung, Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit,
  • regionale Berufs- und Arbeitsmarktstrukturen und deren Einfluss auf Ausbildungs- und Erwerbsentscheidungen sowie Erwerbsverläufe.
  • horizontale und vertikale Segmentierung des Arbeitsmarktes nach Wirtschaftszweigen und Berufsgruppen.
  • berufliche Mobilität - kritische Übergänge in den Erwerbsbiografien
  • Risiken der Betroffenheit, Intensität und Dauer von Armut
  • intra- und intergenerationale Lohn- und Einkommensungleichheit, Einkommensmobilität und Armut.

 

Ziel der ökonomischen, historischen und politikwissenschaftlichen Analysen ist es, die Entwicklung der Arbeitsmarkt- und Einkommenssituation Situation von Frauen im europäischen Vergleich zu beschreiben, die geschlechtsspezifische Komponente in den Bestimmungsfaktoren von Erwerbsverhalten, Einkommensdisparitäten, Einkommensmobilität und Armutsrisiken zu quantifizieren und aus den Ergebnissen wirtschafts-, sozial- und gleichstellungspolitische Maßnahmen und Handlungsanweisungen abzuleiten.