KUNST :: WISSENSCHAFT

Eine fächerübergreifende Untersuchung am Beispiel der Universität Innsbruck

 

KunstWissenschaft 

Präsentation: Dienstag, 19. November 2019, 19:00 Uhr s. t., Aula Hauptgebäude Herausgegeben von: Sybille Moser-Ernst, Christoph BertschVerlag: innsbruck university press, 2019

Autor*innen in alphabetischer Reihung: Christina Antenhofer, Peter Assmann, Christoph Bertsch, Ernst Caramelle, Rosanna Dematté, Werner W. Ernst, Wolfgang Fetz, Thomas Feuerstein, Monika Fink, Sabine Folie, Inge Hinterwaldner, Johann Holzner, Theo Hug, Nadine Kuppelwieser, Bart Lootsma, Ursula Marinelli, Claudia Mark, Hermann Mitterhofer, Günther Moschig, Sybille Moser-Ernst, Markus Neuwirth, Reinhard Obermeir, Andreas Oberprantacher, Christine Prantauer, Norbert Pümpel, Dirk Rupnow, Martin Sexl, Roman Siebenrock, Ulrike Tanzer, Ernst Trawöger, Anton Unterkircher, Peter Volgger, Peter Weibel, Lois Weinberger, Konstanze Zwintz.

Fragen, die der Grundlagenforschung zugerechnet werden, standen am Beginn von Vision, Konzept und Ambition dieses Bandes, entwickelt und herausgegeben von zwei Kunsthistoriker*innen. KUNST und WISSENSCHAFT sind begehrende wie erkenntnisleitende Vermögen des Menschen. Mit dem Potential von über 30 Künstler*innen und Wissenschaftler*innen mit einem biographischen Nahverhältnis zur Universität Innsbruck wird die Engführung von Kunst und Wissenschaft erprobt. In der Art einer dramaturgischen Gestaltung wird das Thema mit Hilfe der erbetenen Texte und künstlerischen Beiträge aufbereitet. Es geht darum, die Leistungen von Kunst und Wissenschaft an der Wirklichkeit als dem brisantesten aller Themen aufzuzeigen. Dabei wird sichtbar, wie ordnendes Denken bisher zu „verwalten“ suchte, was gegenwärtig in einer sich neu organisierenden Welt überdacht werden muss. Ähnlichkeit als heuristisches Prinzip könnte Zugänge zu scheinbar unterschiedlichen Denktraditionen strukturieren. Die vorgegebene (objektive) Ähnlichkeit, zu der (subjektives) Wahrnehmungsvermögen zu treten hat, ist Bedingung für eine zutiefst menschliche Fähigkeit, nämlich die des Erinnerns; eines Erinnerns, das überhaupt Lernen erst möglich macht.

 

Interdisziplinäre Ringvorlesung

  1. Auf- und Umbrüche in Kunst und Wissenschaft
  2. November 2019 bis 28. Januar 2020, Di 18.00–20.00 Uhr, GEIWI, Hörsaal 5 3/4

Die interdisziplinäre Ringvorlesung nimmt den 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer zum Anlass, um über die Auswirkungen dieser historischen Zäsur in den Künsten und Wissenschaften zu diskutieren. Zu Wort kommen Vertreterinnen und Vertreter der Zeitgeschichte, den Literaturwissenschaften, der Kunstgeschichte sowie Kuratoren, die über Aufbruchsstimmungen und Bruchstellen in ihren Berufsfeldern und Themengebieten seit 1989 berichten.

Eine Kooperation des Instituts für Kunstgeschichte, des Instituts für Zeitgeschichte und des Instituts für Slawistik der Universität Innsbruck

Ein ausführliches Programm finden Sie hier in Kürze.

 

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Ausstellung

Schönheit vor Weisheit. Das Wissen der Kunst und die Kunst der Wissenschaft

  1. September 2019bis 1. März 2020, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

 

Ausstellungseröffnung: Do., 26. September 2019, 18 Uhr

 

Die Ausstellung "Schönheit vor Weisheit. Das Wissen der Kunst und die Kunst der Wissenschaft“ im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum widmet sich dem Verhältnis von Kunst und Wissenschaft und verknüpft die Vergangenheit mit der Gegenwart. 

Die sogenannten exakten Wissenschaften sind nicht, wie es oft scheinen mag, durch einen homogenen Raum von den Geisteswissenschaften getrennt, auch nicht von künstlerischen Arbeitsweisen. Es handelt sich um offene Systeme mit fließenden Rändern, die für das Wissen der Kunst wie für die Kunst der Wissenschaft von zentraler Bedeutung sind. 

So gilt es, diese Beziehungen zu verfolgen und offen zu legen, sich auf den zentralen Gedanken der „Universitas“ zu konzentrieren und neue gedankliche Räume für Kunst und Wissenschaften gleichermaßen zu eröffnen.

Die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Kunst und Wissenschaft hat in den letzten Jahren an Aktualität gewonnen und ist heute Bestandteil vieler Diskussionen. Welche Annäherung sucht die Wissenschaft zu den Erkenntniswegen der Kunst? Welche wissenschaftlichen Methoden können mit Methoden der Kunst verglichen werden? Welche Wahrnehmungsmuster, Denksysteme und Wissensgebiete verbinden die gegenwärtige künstlerische Praxis mit der wissenschaftlichen Arbeit der letzten Jahrhunderte? Welche Ähnlichkeiten ergeben sich in der Visualisierung von Ideen und Konzepten im künstlerischen und wissenschaftlichen Bereich? Wo liegen die Bruchlinien und Gegensätze? Diese und ähnliche Fragestellungen werden durch die Zusammenführung der wissenschaftlichen und künstlerischen Sammlungen der Universität Innsbruck in einer Ausstellung im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum beleuchtet und in einem umfassenden Begleitbuch diskutiert.

 

Kuratiert von: Christoph Bertsch, Rosanna Dematté, Claudia Mark, Helena Pereña

Öffnungszeiten: DI - SO 9 - 17 Uhr

Veranstalter

Universität Innsbruck und Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

 

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Ausstellung

Maximilianus. Die Kunst der Kaisers

  1. Juli 2019 bis 3. November 2019, Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol

 

2019 jährt sich der Todestag Maximilians I. zum 500sten Mal. Dass Person und Aussehen dieses Kaisers auch nach einem halben Jahrtausend noch so präsent sind, erklärt sich daraus, dass er sich und sein Amt wie keiner vor ihm zu inszenieren verstand. Er erkannte als erster die politischen Möglichkeiten des reproduzierbaren Bildes, gilt als Ahnherr neuzeitlicher Bildpropaganda.

Die Ausstellung zielt auf die aktive Rolle Maximilians als Auftraggeber. Anhand der Untersuchung der Entstehungsprozesse der einzelnen Projekte soll nachgewiesen werden, welch unmittelbaren Einfluss Maximilian in jeder ihrer Phasen genommen hat: vom ersten Diktat, in dem er seine Konzepte darlegte, über die Kontrolle der von den Künstlern gelieferten Vorentwürfen und Reinzeichnungen bis hin zur finalen Umsetzung. Erstmals werden all diese Spuren der direkten Regieführung Maximilians in seinen Kunstprojekten zusammengestellt und präsentiert werden.

Unter Beiziehung der international führenden Wissenschaftler auf diesem Feld, soll eine Forschungsperspektive auf Maximilian I. entwickelt werden, die den Kaiser nicht bloß als Auftraggeber, sondern als aktiven Gestalter in den Blick nimmt. In Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck.

 

Die Ausstellung basiert auf einem Forschungsprojekt, das in Kooperation des Instituts für Kunstgeschichte mit dem Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol entwickelt wurde. Die Projektleitung lag in den Händen von Lukas Madersbacher, die Umsetzung maßgeblich bei Erwin Pokorny, beide vom Institut für Kunstgeschichte. Lukas Madersbacher und Erwin Pokorny zeichnen auch als Kuratoren der Ausstellung verantwortlich und sind Herausgeber des Ausstellungskataloges, der im Deutschen Kunstverlag erschienen ist. 

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