EPONA

Inv.Nr. I/519

Trier, Rheinisches Landesmuseum

FO: Trier, Altbachtal, 1929

41 : 28 cm

Kalkstein

2. Jh. n. Chr.

In einer Nische auf einem ausschreitenden Pferd, das den linken Huf anhebt, reitet Epona im Damensitz nach rechts. Mit der Linken führt sie die Zügel, in der Rechten hält sie eine Schale mit Früchten. Sie trägt Melonenfrisur mit langen Nackenhaaren und ist mit einem langen, halbärmeligen Gewand bekleidet.

Der das Relief rahmende Nischenbogen ist in seinen Ansätzen rechtwinkelig eingezogen.

Die Verehrung der keltischen Pferdegöttin Epona wurde in weiter Verbreitung auch von den Römern, und zwar ganz besonders von den Soldaten übernommen. Als Schutzherrin der Pferde, Reiter, Pferdeknechte hatte sie ihre meisten Anhänger entlang des Limes, aber auch aus Rom selbst ist uns eine Eponaweihung bekannt. Sie ist die einzige keltische Gottheit, die auch in der Hauptstadt des Reiches verehrt wurde.

Dargestellt wird sie meist reitend und die Pferde fütternd. Ihre Attribute, wie Fruchtkorb und Füllhorn, lassen vermuten, daß sie auch für eine Fruchtbarkeitsgöttin gehalten wurde.

Literaturhinweise:

W. Binsfeld - K. Goethert-Polaschek - L.Schwinder, Katalog der römischen Steindenkmäler des Rheinischen Landesmuseums Trier, Trierer Grabungen und Forschungen XII 1, CSIR Deutschland IV 3 (1988) Nr. 60.

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Texte: Elisabeth Walde, Dietrich Feil; Photos: Jörg Moser; Gestaltung: Dietrich Feil;
© Institut für Archäologien / Klassische und Provinzialrömische Archäologie, Universität Innsbruck, 2003
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