Forschungsfokus

Die Forschungsthemen des Bereichs ordnen sich in das Oberthema Informationsmanagement ein, das in der jüngeren anglo-amerikanischen Literatur zunehmend auch als Information Systems Leadership bezeichnet wird. Unter Information Systems Leadership versteht man dabei jene strategischen Aktivitäten in einer Organisation, die auf die Nutzung von führenden und innovativen Informations- und Kommunikationstechnologien zielen, so dass Wettbewerbsvorteile realisiert werden.

Die Informations- und Kommunikationslandschaft einer Organisation wird dabei von einer Gesamtarchitektur-Perspektive betrachtet. Neben dem Auf- und Ausbau einer organisationsweiten Informations- und Kommunikationsinfrastruktur kommt in den letzten Jahren beispielsweise der Entwicklung und Einführung einer Web-Strategie, Fragen der horizontalen, vertikalen, geschäftsprozessorientierten und organisationsübergreifenden Integration von Informationssystemen sowie allgemein der Unterstützung des E-Business durch Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) hohe Bedeutung zu.

Innerhalb dieses Rahmens konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten auf das Wissensmanagement und Wissensmanagementsysteme: Informationen und Wissen haben in den letzten Jahren unsere Gesellschaft im allgemeinen sowie die Arbeit in Unternehmen und Organisationen im speziellen grundlegend verändert. Peter Drucker spricht in diesem Zusammenhang von "the age of social transformation".

Wissen als die Schlüssel-Ressource verändert Produktionsfunktionen in Organisationen nachhaltig. Der gezielte Umgang mit Wissen wird in immer mehr Branchen zum wichtigsten Erfolgsfaktor. Wissensarbeit, Wissensarbeiter, wissensintensive oder gar intelligente Organisationen sind die Schlagworte, die auf die veränderte Rolle des Menschen in Organisationen hinweisen. Als Konsequenz benötigen Unternehmen Konzepte und Instrumente, die ein Umfeld schaffen, in dem Wissensarbeiter besser lernen und zusammenarbeiten, neues Wissen aufbauen und auf vorhandenes Wissen zurückgreifen können.

Wissensmanagement (knowledge management) verspricht diese Konzepte und Instrumente und hat daher in den letzten Jahren in der einschlägigen Literatur eine hohe Aufmerksamkeit erlangt. Wissensmanagement ist ein interdisziplinärer Ansatz, der Erkenntnisse aus der Organisationslehre, Strategie- und Managementlehre, dem Personalmanagement, der Organisations-psychologie und soziologie, Pädagogik, Informatik, der Künstlichen Intelligenz sowie der Wirtschaftsinformatik verknüpft.

Information und Kommunikationstechnologie als Schlüsselinstrument

IKT werden dabei häufig als Enabler, als Schlüssel-Instrumente, für die effektive und vor allem effiziente Einführung von Konzepten des Wissensmanagements angesehen. Wissensmanagementsysteme (knowledge management systems) bauen auf vielerlei IKT auf, die in den vergangenen Jahren in vielen Organisationen eingeführt wurden und immer noch werden.

Beispiele sind Intranet-Infrastrukturen, Dokumentenmanagementsysteme, Workflowmanagementsysteme, Groupware, Data Warehouses und Business Intelligence-Werkzeuge, Computer bzw. Web Based Training- und E-Learning-Systeme. Diese werden integriert und um intelligente Dienste, eine Personalisierung sowie die Visualisierung von Wissensnetzen ergänzt. Ihr Einsatz verspricht in der Kombination mit entsprechenden organisatorischen Instrumenten unter Berücksichtigung der Organisationskultur Wettbewerbsvorteile durch schnellere Innovationszyklen bzw. eine verbesserte Fähigkeit zu Aufbau und Nutzung von organisatorischen (Kern-) Kompetenzen.

Der Bereich untersucht dabei die Potentiale von Wissensmanagementsystemen im Einsatz in Organisationen. Die leitende Forschungsfrage ist, in welchem Ausmaß IKT Wissensmanagement-Initiativen unterstützen können, die darauf zielen den Umgang einer Organisation mit Wissen zu verbessern. Die Abbildung zeigt die vier Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls im Bereich Wissensmanagement, die im folgenden kurz beschrieben werden.

Wir freuen uns über Kooperationen

Innerhalb dieser Forschungsgebiete suchen wir Kooperationspartner, die unsere Interessen teilen und motiviert sind an gemeinsamen innovativen Forschungsprojekten teilzunehmen:

  • Studenten, die Mitglied unseres Forschungsteams mittels ihrer Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit werden möchten,
  • Firmen und Organisationen der Region, nationale und internationale, die Forschungsprojekte in Form von themenorientierter Praktikas für Studenten, Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten in unseren Forschungsbereichen, fokussierte Forschungsprojekte und Partnerschaften in nationalen und internationalen Forschungsprojekten, in Auftrag geben möchten,
  • Universitätsinstitute und Forschungszentren für gemeinsame nationale und internationale Forschungsprojekte.