Labor: Sportmedizin

Die sportmedizinische Abteilung verfügt über zwei leistungsdiagnostische Messplätze: Der eine ist ausgestattet mit einem speziellen Fahrradergometer, welcher neben normalen Ergometrien auch Wingate-Tests zur Abschätzung der anaeroben Kapazität ermöglicht.

Desweiteren sind ein Laufband und ein Handkurbelergometer vorhanden. Ein Atemgasanalysesystem erlaubt die Durchführung indirekter Kalorimetrie sowie die Bestimmung der maximalen Sauerstoffaufnahme und anderer ventilatorischer Parameter. Der zweite Messplatz besteht aus einer EKG-Fahrradergometer-Einheit. Eine mobile Spirometrie ermöglicht die Aufzeichnung ventilatorischer Parameter sowohl im Labor als auch im Feld. Zusätzlich ist ein transportables Hochleistungsergometer für Sportartspezifische Tests und Trainings mit dem eigenen Rad der Athleten vorhanden.

Überdies stehen diverse Blutanalysegeräte (z. B. für Blutglukose, Laktat oder zur Blutgasanalyse) für den Labor- und Feldeinsatz zur Verfügung. Erweiterte Lungenfunktionsprüfungen können ebenfalls durchgeführt werden. Eine Hypoxiekammer ermöglicht es, Höhen bis über 6500 m zu simulieren und unter standardisierten Bedingungen forschungsrelevante Messungen und Trainingsprogramme durchzuführen. Speziell für die Erforschung intermittierender Hypoxie (Wechsel von Sauerstoffmangel und normaler Luft) wird ein Hypoxiegenerator russischen Fabrikats eingesetzt.

In der sportmedizinischen Station im Bundessportheim Obergurgl wurde ein weiterer spiroergometrischer Messplatz mit der Möglichkeit von Laktatanalysen eingerichtet. Hier sollen u. a. Leistungsveränderungen bei akuter und subakuter moderater Höhenexposition erforscht werden.