18.000 Euro der Wirtschaftskammer für ForscherInnen der LFU

Seit 1991 stellt die Tiroler Wirtschaftskammer Fördermittel zur Unterstützung universitärer Forschung und Lehre zur Verfügung. Heute wurden im Rahmen eines Festaktes insgesamt 18.000 Euro für ausgewählte Forschungsprojekte vergeben.
Die PreisträgerInnen des Förderungsbeitrages 2005 der WKT
Bild: v.l.: WKT-Vizepräsident Kommerzialrat Ing. Peter Rathgeber, MMag. Martin Messner, Mag. Alexandra Brunner-Sperdin, Prof. Michael Pfaffermayr, Prof. Ursula Moser, Mag. Florian Hauser, Mag. Dr. Arthur Drexler, Dr. Sandra Rothenberger, Mag. Wolfgang Jörg Luhan, Vizerektor Tilmann Märk

„Seit der Einführung gedeckelter Budgets an den Universitäten 1999 und dem Universitätsorganisationsgesetz 2002 müssen wir den Großteil unserer Finanzen für Fixkosten aufwenden. Um Spitzenforschung an der LFU weiterhin zu garantieren und zu stärken, sind Förderungen wie jene der Wirtschaftskammer Tirol von besonderer Bedeutung“, bedankte sich Vizerektor Tilmann Märk bei WKT-Vizepräsident Kommerzialrat Ing. Peter Rathgeber und WKT-Direktor Dr. Werner Plunger für den Förderungsbeitrag 2005.

 

Durch den zunehmenden nationalen wie internationalen Wettbewerb gerate auch die heimische Wirtschaft vermehrt unter Innovationsdruck, so WKT-Vizepräsident Rathgeber: „Wir sehen unseren Beitrag zur Förderung universitärer Spitzenforschung als eine Exzellenzinitiative, die die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft unterstützt und somit uns allen zu Gute kommt.“

 

Im Rahmen der „Aktion Wirtschaftskammer Tirol“ werden jährlich international evaluierte und ausgewählte Projekte aus Forschung und Entwicklung von der Wirtschaftskammer prämiert. Die Förderung soll bevorzugt NachwuchswissenschafterInnen der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der LFU zu Gute kommen.

 

Die PreisträgerInnen

 

Mag. Alexandra Brunner-Sperdin, Universitätsassistentin am Zentrum für Tourismus und Dienstleistungswirtschaft, für die „Messung der Erlebnisqualität im Tourismus“. Brunner-Sperdin postuliert in ihren Untersuchungen, dass der emotionale Aspekt von Kundenzufriedenheit im Bereich des Tourismus bisher in der Analyse zu wenig berücksichtigt worden sei. Mit ihrer Methode versucht sie, kognitive und emotionale Komponenten gleichermaßen in Untersuchungen einzubinden. Ziel des vorliegenden Projektes ist es, ein Modell zur Messung der Erlebnisqualität im Tourismus zu entwickeln und die Messung in der österreichischen Erlebnishotellerie vorzunehmen.

 

Mag. Florian Hauser, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Banken und Finanzen, für seine Arbeit „Preisbildung auf experimentellen Prognosemärkten – Auswirkungen von Marktstrukturen und systematische Verzerrung der Händlermeinungen“. In Laborversuchen untersucht Hauser verschiedene Einflussfaktoren auf die Preisbildung.

 

Mag. Irina Kapavic, Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus, für die „Messung, Bewertung und Förderung des Kulturtourismus im Alpenraum. KulturTourismus – Die Kluft zwischen Potential und effektiver Nutzung“. Die Kernfrage ihrer Untersuchungen ist, wie viel und welche Art von Kultur bzw. wie viel und welche Art von Tourismus notwendig sind, um den differenzierten Kundenansprüchen gerecht zu werden.

 

MMag. Martin Messner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Rechnungswesen, Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung, für seine Untersuchung „Erfolg – Eine empirische Studie zur sozialen Konstruktion von Erfolg“. Auf Basis einer empirischen Untersuchung in Tirol und Vorarlberg sollen Aufschlüsse darüber gewonnen werden, wie unterschiedliche Akteure des Wirtschaftslebens die Kategorie „Erfolg“ definieren, d.h. welche Bedeutungen sie mit dem Begriff des Erfolges assoziieren.

 

Dr. Sandra Rothenberger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus, für die Analyse über „Nicht delegierbare Führungsaufgaben von Führungskräften“. Im Wesentlichen versucht die Studie die Frage zu beantworten ob die vielfältigen Führungsaufgaben von Führungskräften in delegierbare und nicht delegierbare Aufgaben unterteilt werden können, und welche Aufgaben so essentiell für das Unternehmen sind, dass sie nur vom Top-Management gelöst werden können.

 

Mag. Wolfgang Jörg Luhan, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Finanzwissenschaft, für die Aufarbeitung „Heterogener Produktivitäten in Teams auf einem experimentellen Arbeitsmarkt“. Das Forschungsprojekt zielt auf die Erforschung experimenteller Arbeitsmärkte ab, wobei das Hauptaugenmerk auf Teams mit heterogener Produktivität bei Vorliegen unvollständiger Kontrakte liegt.

 

Mag. Dr. Michael Pfaffermayr, Professor am Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und –geschichte, für den „Workshop Empirical International Economics“. Ziel des Workshops ist die verstärkte Zusammenarbeit von und der intensivierte Austausch unter WirtschaftswissenschafterInnen. Der Workshop soll zukünftig alljährlich stattfinden und den Forschungsschwerpunkt stärken..

 

Mag. Dr. Arthur Drexler, Vertragsassistent am Institut für Kommunikation im Berufsleben, für die „Ausarbeitung von diagnostischen Verfahren zur Messung von unternehmerischen Kompetenzen vor dem Schritt in die Selbständigkeit“. Damit unternehmerisch geeignete Personen erkannt werden können, müssen spezifische diagnostische Verfahren ausgearbeitet, erprobt und evaluiert werden. Die Analyseinstrumente sollen neben relevanten Persönlichkeitsmerkmalen auch soziale und kommunikative Kompetenzen sowie Risikobereitschaft und Fähigkeiten zur Problemlösung erfassen.

 

Prof. Dr. Ursula Moser, Leiterin des Zentrums für Kanadastudien an der LFU, für den „Langen Tag des Zentrums für Kanadastudien“ am 15.12.2005. Die Veranstaltung war vor allem zur Anbahnung von neuen Kontakten im Bereich der Wirtschaft konzipiert.