Aus transIT wird transidee

Das Transferzentrum der Universität Innsbruck öffnet sich und firmiert ab sofort unter einer neuen Marke. Stand bei der Gründung 2002 noch der Know-how-Transfer im Bereich der Informationstechnologie im Mittelpunkt, hat sich das Servicezentrum inzwischen zu einem Partner für Forscherinnen und Forscher sowie Unternehmen aller Disziplinen entwickelt.
Geschäftsführerin Sara Matt-Leubner und Vizerektor Tilmann Märk stellten den neuen Auftritt des Transferzentrums vor.
Bild: Geschäftsführerin Sara Matt-Leubner und Vizerektor Tilmann Märk stellten den neuen Auftritt des Transferzentrums vor.

„Die Universität Innsbruck hat sehr vorausschauend gehandelt, als sie 2002 das Transferzentrum transIT gründete“, sagte Vizerektor Tilmann Märk am Donnerstag vor Medienvertretern. „Parallel zur Einrichtung des Informatikstudiums wurde damals dieses Servicezentrum gegründet, das Wissenschaftlern dabei hilft, neue Erkenntnisse in einen wirtschaftlichen Nutzen überzuführen.“ Seither hat sich das transIT allen Disziplinen geöffnet und zu einem starken Partner für Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt. „Es ist eine der tragenden Säulen unseres Transferkonzepts, das neben dem projekt.service.buero, dem CAST und der neu gegründeten Beteiligungsgesellschaft, die optimale Verwertung von Forschungsergebnissen unterstützt.“

 
Ideen, Impulse, Innovationen

Als Vermittler zwischen zwei unterschiedlichen Kulturen sieht Geschäftsführerin Sara Matt-Leubner das Transferzentrum, das ab sofort unter dem Namen „transidee“ firmiert. „Wir wollen stabile Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aufbauen“, sagte sie bei dem Mediengespräch. „Wir wollen nicht Einzelprojekte sondern Partnerschaften vermitteln.“ Dabei warten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von transidee nicht bis Unternehmen zu ihnen kommen, sondern gehen aktiv auf die Wirtschaft zu. Sind Partner für eine Idee gefunden, begleiten die Mitarbeiter das Projekt und helfen auch bei der Umsetzung. „Von der Idee über Impulse wollen wir den Prozess bis zu den Innovationen begleiten. Am Ende sollen Produkte und Dienstleistungen stehen, die auf Märkten erfolgreich sind“, so Matt-Leubner. Auch für Technologien, die an der Universität entwickelt werden, sucht sie mit ihren Mitarbeitern nach möglichen Partnern in der Wirtschaft. „Wir verstehen uns als Serviceeinrichtung für beide Seiten: Wissenschaft und Wirtschaft“, betont die Geschäftsführerin.

 

Erfolgreiche Partnerschaften

Die Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr stand vor einiger Zeit vor dem Problem, ein passendes Simulationsprogramm für Glockenspiele zu finden. Deren Herstellung ist sehr aufwändig und kostenintensiv, Simulationen am Computer können diesen Prozess vereinfachen. Das Transferzentrum vermittelte das Unternehmen an die Forschungsgruppe um Prof. Hofstetter vom Arbeitsbereich Festigkeitslehre, Baustatistik und Tragwerkslehre. Diese testeten alle verfügbaren Programme und empfahlen Grassmayr das ideale Produkt. Inzwischen kann das Unternehmen die Glockenspiele zu konkurrenzfähigen Preisen am Markt anbieten. Ein anderes Erfolgsbeispiel von transidee ist die Kooperation der Firma Lang mit Forschern des Arbeitsbereichs Massivbau und Brückenbau. Hier meldete die Universität ein Patent für Holzbetonverbunddecken an und fand in dem Tiroler Unternehmen den idealen Partner für die Verwertung und Vermarktung dieser Idee.

(cf)