CAST Technology Award 2006 - drei Geschäftsideen von LFU-Wissenschaftlern erfolgreich

CAST und Kooperationspartner trans IT haben am 12. Dezember die Preisträger beim CAST Technology Award 2006 ausgezeichnet. An fünf ausgewählte Geschäftsideen zu innovativen Technologien aus den akademischen Einrichtungen Tirols sind dabei im ICT-Technologiepark Preisgelder im Gesamtwert von EUR 7.000,-- vergeben worden. Drei der Preisträger sind Wissenschaflter der LFU Innsbruck.
vlnr: Christian Mathes (CAST), Dieter Fleck und Jürgen Feix (beide Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften), Kurt Habitzel (trans IT)
Bild: vlnr: Christian Mathes (CAST), Dieter Fleck und Jürgen Feix (beide Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften), Kurt Habitzel (trans IT)

Die ausgezeichneten Projekte sind jene mit der größten Chance auf wirtschaftlichen Erfolg. Wichtige Bewertungsindikatoren waren unter anderem Innovationskraft, Marktpotential, Höhe des Kundennutzens, Wettbewerbssituation und  wirtschaftliche Realisierbarkeit der vorgestellten Konzepte.

Die Veranstalter strichen bei der Prämierung ihre Freude darüber hervor, dass das Interesse der akademischen Forschung an wirtschaftlicher Verwertung von Forschungsergebnissen stetig wächst. Die steigende Teilnehmerzahl bei den ausgeschriebenen Business Awards war für Christian Mathes (CAST), und Kurt Habitzel (trans IT, Entwicklungs- und Transfercenter LFU Innsbruck) unter anderem ein Indiz dafür.  Insgesamt 26 TeilnehmerInnen reichten beim CAST Technology Award Geschäftsideen  für ihre an den akademischen Einrichtungen entwickelten Technologien ein.

 

Die Ränge eins bis drei

 

Sieger beim CAST Technology Award 2006 ist ein Geschäftsvorhaben unter der Leitung von Dr. Julian Mattes (Institut für Biomedizinische Bildanalyse an der UMIT, Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik) in Kooperation mit Dr. Iris Steingruber (Universitätsklinik für Radiodiagnostik an der Medizinischen Universität Innsbruck) und Philipp Steininger (UMIT). Das Vorhaben hat sich aus einem Kooperationsprojekt der beiden Institutionen entwickelt. Die Geschäftsidee bezieht sich auf ein Verfahren zur computergestützten Diagnose von möglichen Komplikationen nach endovaskulärer Behandlung von Aortenaneurysmen. Migration und Deformation von Stent-Grafts werden bei diesem Verfahren anhand von CT-Aufnahmen mittels Bildverarbeitung quantifiziert und visualisiert. Radiologen können damit Behandlungsverläufe besser beurteilen und Problemfälle deutlich früher als bisher erkennen.

 

Aufgrund eines Punktegleichstands sind zwei zweite Preise ex aequo vergeben worden: Das Projekt FAMOS und Team rund um Mag. Gernot Grömer vom Institut für Astrophysik an der LFU Innsbruck sieht die Vermarktung eines Headset-basierenden Systems vor, das die Wachheit und damit kognitive Leistungsfähigkeit von Personen in risikoreichen Arbeitsumgebungen über Beobachtung der Augenbewegungen misst. Messungen, die gegenwärtig unter Verwendung von Elektroden und speziellen Tests in einer Laborumgebung durchgeführt werden (EEG, EOG), werden dabei durch optische Messungen mit einer Videokamera ersetzt.

 

Über Platz zwei beim Technology Award freuten sich ebenfalls Univ.-Prof. Dr. Jürgen Feix und DDI Dieter Fleck vom Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften an der LFU Innsbruck. Die Einreicher entwickeln eine neuartige Methode zur nachträglichen Verbindung von Holz-Beton-Verbunddecken aus Fertigelementen. Hoher Kundennutzen entsteht unter anderem durch kürzere Herstellzeiten und höhere Wirtschaftlichkeit, verbesserte bauphysikalische Eigenschaften und geringem Eintrag von Baufeuchte in das Bauwerk.

 

 

Die Ränge vier und fünf

 

Mit der Geschäftsidee für das Laserdateninformationssystem LIS erzielte das Einreicherteam um Univ.-Prof. Dr. Johann Stötter den Platz vier beim aktuellen Wettbewerb. Das Team beschäftigt sich mit Entwicklung und Positionierung einer neuen Software zur Verwaltung, Aufbereitung und umfassenden Analyse großer Mengen an Laserscanning-Daten, die von Oberflächen- und Geländemodellen flugzeuggestützt aufgenommen werden.

Auf den fünften Platz beim CAST Technology Award 2006 konnte sich die Geschäftsidee  von Mag. Bernhard Heuschneider – setup! EDV-Dienstleistungen - reihen.  Herr Heuschneider platziert das Produkt „Translogica“ am Markt für Transportwesen. Attraktiver Nutzen für Speditionen und Transportunternehmen entsteht über die innovative Integration von  Telematik-Produkten in eine Branchensoftware, welche der Einreicher in Industriekooperation entwickelt hat.

 

 

CAST Technology Award – der Hintergrund

 

Die CAST Awards prämiert seit 2004 in regelmäßigen Abständen Geschäftsideen mit hohen Chancen zur wirtschaftlichen Verwertung von Forschungsergebnissen aus verschiedenen Fachbereichen. Einzureichen sind eine Beschreibung der Geschäftsidee und ihres Potentials sowie eine wissenschaftliche Arbeit zur Vorstellung der zugrunde liegenden Technologie.

Die Teilnahme ist einfach. Zur Beschreibung von Geschäftsidee und Potential steht ein Dokument mit betreffenden Leitfragen online zur Verfügung. Attraktive Preisgelder sind zu gewinnen. Eine Fachjury gibt wertvolles, schriftliches Feedback.

Bereits in Kürze wird mit der nächste Award ausgeschrieben  - der CAST Life Science Business Award startet am 25. Jänner 2007. Vormerken! Details zur neuen Veranstaltungsrunde wird die CAST-Website ab 20. Jänner 2007 bieten.