WER-Preis geht an Innsbrucker Sozialethiker

Am 17. November wurde bereits zum fünften Mal der WER-Preis (Preis zur Förderung des Dialogs von Wirtschaft, Ethik und Religion) in Wien vergeben. Der diesjährige Preisträger in der Kategorie Dissertationen und Habilitationen ist Wilhelm Guggenberger, Dozent am Institut für Systematische Theologie der LFU Innsbruck.
Preisträger Wilhelm Guggenberger
Bild: Preisträger Wilhelm Guggenberger

Der in Kooperation von österreichischer Industriellenvereinigung und Katholisch-Theologischer Privatuniversität Linz vergebene Preis ist laut Dr. Markus Schlagnitweit, dem Leiter der Katholischen Sozialakademie, „konzipiert worden in einem Arbeitskreis ‚Kirche-Wirtschaft’ in Oberösterreich, in dem sich Vertreter der Kirche mit Vertretern der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer treffen. Ausgezeichnet werden wissenschaftliche Arbeiten, die sich dem Spannungsfeld ‚Wirtschaft, Religion und Ethik’ widmen. Das kann aus Sicht eines Theologen, eines Soziologen oder auch Wirtschafters passieren.”

 

Die prämierte Habilitationsschrift „Die List der Dinge. Sackgassen der Wirtschaftsethik in einer funktional differenzierten Gesellschaft“ wurde von Guggenberger im Rahmen der interfakultären Forschungsinitiative „Weltordnung – Religion – Gewalt”, die mit 1. Jänner 2007 als dritte Forschungsplattform der LFU offiziell errichtet wird, erstellt. Die Arbeit setzt sich vor dem Hintergrund des anthropologisch-kulturwissenschaftlichen Ansatzes von René Girard (mimetische Theorie) kritisch mit aktuellen wirtschaftsethischen Ansätzen auseinander. Im Zentrum der Arbeit steht dabei die kritische Untersuchung der Wirtschaftsethik Karl Homanns aus der Perspektive christlicher Gesellschaftslehre. Die Arbeit wird in Kürze beim LIT-Verlag in der Reihe Beiträge zur mimetischen Theorie erscheinen.