Verkehrsinformatik – Freie Fahrt mit cleveren IT-Lösungen

Hochkarätige Teilnehmer trafen sich am 17.05.06 im Rahmen des Verkehrsinformatiktages am Institut für Informatik. Veranstaltet von Institutsleiterin Prof. Ruth Breu und Dipl.-Inform. Christoph Holz erörterten Verantwortliche der ASFINAG und Rail Cargo Austria, des Landes Tirol und Vertreter der heimischen (IT-)Wirtschaft die Potentiale moderner Verkehrsinformatik.
Technologie­sprung der IT-Systeme auch im Verkehrswesen.
Bild: Technologie­sprung der IT-Systeme auch im Verkehrswesen.

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Dr. Kurt Habitzel, der das universitäre Transfercenter trans IT vorstellte und die anwesenden Wirtschaftsvertreter zu Kooperationsprojekten mit der LFU Innsbruck und dem MCI einlud.

Christoph Holz (holzweg e-Commerce solutions) verwies darauf, dass das Thema Verkehr nicht zuletzt in Tirol sehr emotional besetzt ist. Im Rahmen der Veranstaltung zeigte er Möglichkeiten auf, wie das viel diskutierte Thema durch clevere IT-Lösungen positiv besetzt werden kann.

Clevere Lösungen made in Tirol

Die Videomautkarte und das LKW-Maut-Kontroll-System sind neuartige Lösungen der Qualitäts­kontrolle im Transit- und Reiseverkehr. Holz demonstrierte, wie zeitkritische, komplexe IT-Projekte erfolgreich gemeistert werden können. „Es ist erstaunlich, wie viele IT-Spitzenlösungen im Verkehrsbereich aus Tirol kommen“, so Holz: „Neben der Qualitätskontrolle für LKW, die in Tirol entwickelt wurde, stammt auch die äußerst erfolgreiche e-Commerce-Lösung „www.videomaut.at“ aus unserem Land.“ Mit ihr werden bereits rund 8% aller Einzelfahrten über den Brenner abgewickelt.

Die Wattener Firma Swarco beschäftigt sich unter anderem intensiv mit der Auto-zu-Auto-Kommunikation und ist mit ihren elektronischen Verkehrssicherheitslösungen federführend in diesem Bereich.

Vorreiter in Europa ist das Land Tirol in der Verkehrszählung auf Mikrowellenbasis. Zur visuellen Darstellung von Verkehrsdaten wurde eine neue Software entwickelt.

Prof. Breu: „Die universitäre Forschung kann in Zukunftsszenarien, wie sie gerade in der Verkehrsinformatik entstehen, einen entscheidenden Beitrag hinsichtlich der Beherrschbarkeit von Technologien wie zB der IT-Sicherheit und der Parallelität von Abläufen beitragen. Das Institut für Informatik greift diese Herausforderungen auf und positioniert sich erfolgreich an der Schnittstelle zwischen Forschung und konkreten Bedürfnissen der heimischen Wirtschaft.“

Verkehr und IT – eine spannende Herausforderung für die Zukunft

In den nächsten Jahren wird auch beim Verkehr mit einem großen Technologie­sprung der IT-Systeme zu rechnen sein. Dieser wird vor allem durch Vernetzung, Mobilität und Personalisierung geprägt. Zu den Szenarien von morgen gehören laut Prof. Breu die Einspielung verkehrsrelevanter Information im Autocockpit, eine mobile Staukontrolle oder die Fahrzeugdatenanalyse.

„Schön wäre es, wenn sich Tirol als Verkehrsinformatik-Kompetenzzentrum etablieren könnte. Das Engagement der Universität und regionaler IT-Firmen, sowie die täglichen Herausforderungen durch den Verkehr bieten in Tirol den geeigneten Standort um hierzulande Verkehrs-IT der Spitzenklasse zu entwickeln und umzusetzen“, so Holz zum Abschluss des Tages.