Forschungsaufenthalt für Kinder und Jugendliche in Obergurgl

Vom 1. August 2005 bis 3. August 2005 finden die Jungforschertage im Universitätszentrum Obergurgl statt. In der modern ausgestatten Alpinen Forschungsstelle in Obergurgl haben Innsbrucker Kinder und Jugendliche die Möglichkeit Wissenschaft praktisch zu erleben. Die Kosten für Transport, Übernachtung und Halbpension betragen 70 Euro.
Bohrkernentnahme
Bild: Bohrkernentnahme

Organisiert werden die Jungforschertage von der Jungen Uni Innsbruck in Zusammenarbeit mit dem Verein Naturpark Ötztal – Schutzgebietsbetreuung.

 

Am ersten Tag wandern die TeilnehmerInnen mit Dr. Gerhard Wieser in den Obergurgler Zirben-Wald und untersuchen das Leben an der Waldgrenze: Wie wachsen Bäume und wie schaffen sie es, gerade hier zu überleben? Selbst hergestellt Bohrkerne und Photosynthese-Messungen sollen Aufschluss geben. Am Abend spricht Schutzgebietsbetreuer Mag. Thomas Schmarda über das Ruhegebiet Ötztaler Alpen und den Biosphärenpark Gurgler Kamm, in dem die Jungforschertage stattfinden. Gemeinsam   planen die JungforscherInnen ihre nächste Exkursion ins Rotmoos Tal und überlegen, wie sie sich im Gelände sicher orientieren können.

 

Der zweite Tag steht ganz im Zeichen des Gletscher Vorfeldes: Was passiert wenn die Gletscher abschmelzen? Wie reagiert die Natur darauf und welche Tiere und Pflanzen sind die ersten Pioniere, die auf den eisfreien Flächen leben? Mit Dr. Brigitta Erschbamer und Dr. Rüdiger Kaufmann sammeln, fotografieren und zeichnen die Kinder typische Tier- und Pflanzenarten, legen sich ein eigenes Herbar an und nehmen „Proben“ mit ins Forschungszentrum, um diese genau unter dem Mikroskop zu untersuchen. Besonders unermüdliche ForscherInnen können sich nach dem Abendessen noch auf eine „Nachtwanderung“ ins Gelände rund ums Forschungszentrum begeben um zu sehen, was sich alles in der Dämmerung und in der Dunkelheit beobachten lässt.

 

Am dritten Tag nimmt Mag. Wolfgang Mark mit den Kindern die Gurgler Ache genauer unter die Lupe. Wassertiere werden gefangen und Wasserproben unter dem Mikroskop untersucht. Am Nachmittag können die JungforscherInnen den ArchäologInnen an der jungsteinzeitlichen Ausgrabungsstätte am Beilstein über die Schulter schauen. Zwischendurch darf natürlich Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen, denn auch Forscher haben einmal Ferien.

 

Abfahrt in Innsbruck, Universitäts-Hauptgebäude: Montag 1. August 2005 um 8.30

Beginn im Universitätszentrum Obergurgl um ca. 12h

Ende im Universitätszentrum Obergurgl: Mittwoch 3. August 2005 um 16 h

Ankunft Innsbruck: Mittwoch 3. August 2005 um ca. 17.30 Uhr

Ausrüstung: Bergschuhe, Regen-/Sonnenschutz, Sonnenbrille, Rucksack, Wasserflasche Jausendose, Taschenlampe, Waschzeug, Wäsche zum Wechseln, Hausschuhe