historia.scribere: Best Paper Awards für angehende HistorikerInnen

Am 15. April ging die zweite Ausgabe der eZeitschrift für exzellente Arbeiten von Studierenden der Geschichte an der Universität Innsbruck online. Gleichzeitig wurden die damit verbundenen vier Best-Paper-Awards sowie erstmals zwei Emeriti-Awards im gediegenen Ambiente der Wagner!schen Buchhandlung an Studierende überreicht.
v.l.: Dekan Klaus Eisterer, PreisträgerInnen  Miriam Krög, Stephanie Wörer, Claus Oberhauser und Thomas Schwaiger,  Award-Spender Franz Mathis und Nomintierter Rainhard Domanegg.
Bild: v.l.: Dekan Klaus Eisterer, PreisträgerInnen Miriam Krög, Stephanie Wörer, Claus Oberhauser und Thomas Schwaiger, Award-Spender Franz Mathis und Nomintierter Rainhard Domanegg.

http://historia.scribere.at publiziert Arbeiten von Studierenden der Geschichtswissenschaften, der Zeitgeschichte und der Alten Geschichte, die im Laufe des Studiums in Proseminaren, Seminaren und Übungen entstehen. Der Publikationsvorgang in der Zeitschrift stellt eine Professionalisierung der Kernkompetenz wissenschaftliches Schreiben dar, da die EinreicherInnen einen Publikationsprozess wie bei wissenschaftlichen Zeitschriften miterleben. Diese ersten wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind relevant für den Lebenslauf und bereiten Studierende auf Berufe in (wissenschaftlichem) Publikationsumfeld sowie im Journalismus vor. „Der didaktische Mehrwert liegt darin, dass Lehrende und Studierende bei historia.scribere einerseits Qualitätsvorgaben erhalten, andererseits zahlreiche Best Practice-Beispiele einsehen können“, erklärte Gunda Barth-Scalmani vom Institut für Geschichtswissenschaften Europäische Ethnologie.

 

Eva Pfanzelter vom Institut für Zeitgeschichte ergänzte, dass mit der heurigen Ausgabe von historia.scribere noch lange nicht alle Pläne des Herausgeberinnenteams, zudem auch Irene Madreiter vom Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik gehört, umgesetzt sind. „Dank der Finanzierung durch die Abteilung Neue Medien der Universität Innsbruck war es gelungen, zwei studentische Mitarbeiter/innen zu rekrutieren: Monika Kleinheinz und Mag. Matthias Egger waren eine unschätzbare Hilfe bei den zahlreichen Arbeitsschritten, die die Publikation der Zeitschrift erforderte“, so Pfanzelter. Diese Art der Zusammenarbeit zwischen Herausgeberinnen und NachwuchsforscherInnen soll in Zukunft auf jeden Fall beibehalten, wenn möglich sogar erweitert werden. Außerdem wird bereits über eine räumliche und thematische Öffnung sowie eine Vernetzung mit anderen Projekten dieser Art nachgedacht.

 

historia.scribere-Awards

 

Dank der Mitwirkung der Philosophisch-Historischen Fakultät können über das Publizieren hinaus jährlich vier Best Paper-Awards übergeben werden. Die Auswahl für die Best-Paper-Awards historia.scribere 2010 fiel den Herausgeberinnen angesichts der Menge an sehr guten Arbeiten nicht leicht. Neun Studierende wurden den hohen Maßstäben gerecht und wurden für Awards nominiert. Die Überreichung der Preise erfolgte am 15. April mit Unterstützung des Alumni-Vereins in feierlichem Rahmen in der Wagner!schen Buchhandlung, die neben dem Landesreisebüro TUI und der Zeitung „Der Standard“ Sachpreise für die Nominierten und PreisträgerInnen sponserte. Die PreisträgerInnen der Best Paper-Awards sind dieses Jahr: Miriam Naima Krög, Thomas Schwaiger, Claus Oberhauser und Stephanie Wörer.

 

Neu in dieser zweiten Ausgabe der eZeitschrift waren die Emeriti-Awards: Franz Mathis von der Abteilung Wirtschafts- und Sozialgeschichte (Instituts für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie) sponserte einen Award für Thomas Schwaiger; Rolf Steininger vom Institut für Zeitgeschichte finanzierte einen Preis für Philipp Luis Strobl. Nominiert waren außerdem Rainhard Domanegg, Gebhard Bendler sowie für eine weitere Arbeit wiederum Philipp Luis Strobl.

 

Dekan Klaus Eisterer, der die Preise übergab, lobte das Engagement von historia.scribere für den wissenschaftlichen Nachwuchs und meinte, dass gerade solche Projekte jenseits der starren Vorgaben der Bologna-Strukturen Begeisterung für ein Fach und für das Studium erwecken.

 

Alle Anwesenden waren sich einig: Für die nächste Ausgabe von historia.scribere, für die bis 30. November 2010 Arbeiten aus den vorangegangenen vier Semestern gesammelt werden, wird es sicher wieder viele Einreichungen geben.

(ip)