Einzigartiges Angebot für Studierende des Italienisches Rechts

Ende November wurde zwischen Rektor Karlheinz Töchterle für die Universität Innsbruck und Oberstaatsanwalt Cuno Tarfusser für die Staatsanwaltschaft Bozen eine Vereinbarung unterzeichnet, die es in Zukunft Studierenden des Integrierten Diplomstudiums der Rechtswissenschaften ermöglicht, bei der Staatsanwaltschaft in Bozen ein Praktikum zu absolvieren.
Oberstaatsanwalt Cuno Tarfusser und Rektor Karlheinz Töchterle bei der Unterzeichung der Kooperationsvereinbarung.
Bild: Oberstaatsanwalt Cuno Tarfusser und Rektor Karlheinz Töchterle bei der Unterzeichung der Kooperationsvereinbarung.

Das Angebot richtet sich an höhersemestrige Studierende, die vier bis sechs Wochen lang die Gelegenheit erhalten, bei der Staatsanwaltschaft Bozen ihr Wissen in die Praxis umzusetzen.  Innovativ ist, dass das Praktikum bereits während des Studiums absolviert werden kann. Das Integrierte Diplomstudium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck gemeinsam mit der Universität Padua garantiert dadurch angehenden Südtiroler JuristInnen ein einzigartiges Angebot.     

 

Vorbildcharakter wird der Initiative auch unter einem anderen Gesichtspunkt attestiert: Wie Rektor Karlheinz Töchterle bei der Vertragsunterzeichnung betonte, wird durch das Abkommen die Rolle der Universität Innsbruck als Landesuniversität für Südtirol, vor allem auf dem Gebiet des Italienischen Rechts, gestärkt und unterstrichen.      

 

Oberstaatsanwalt Cuno Tarfusser hob die Wichtigkeit von derartigen grenzüberschreitenden Initiativen hervor und freut sich auf die ersten Praktikanten, die für kurze Zeit in Bozen Teil seines Teams bei der Staatsanwaltschaft werden. Er selbst kennt das Italienische Rechtsstudium in Innsbruck aus eigener Erfahrung und betrachtet diese Neuregelung als großen Gewinn für die Rechtswissenschaftliche Fakultät.    

 

Unterstützt wird das Praktikum vom Büro für Internationale Beziehungen. Die Initiatorin und Projektverantwortliche Margareth Helfer, Assistentin für Italienisches Straf- und Strafprozessrecht am Institut für Italienisches Recht unterstrich anlässlich der Vertragsunterzeichung, dass es dem Einsatz von Dr. Mathias Schennach und Reg.Rat Reinhard Aichner zu verdanken sei, dass die PraktikantInnen ein beachtliches Stipendium erhalten. Ebenso hat Mag. Rosa Maria Reinalter-Treffer vom Büro für Südtirolagenden das Projekt von Beginn an unterstützt und mit Begeisterung mitgetragen. 

 

Für Francesco Schurr, stellvertretender Leiter des Instituts für Italienisches Recht, besteht die Hoffnung, dass diese Vereinbarung als Modell für all diejenigen Institutionen in Süd- und auch in Nordtirol verstanden wird, die an der Ausbildung und Weiterbildung von jungen Juristinnen und Juristen beteiligt sind.

(ip)

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