Von der Laserkühlung bis zu Atomchips

50 Studierende aus sieben Ländern schnupperten letzte Woche die Luft der Labors und Hörsäle der Innsbrucker Quantenphysik. Das Forschungszentrum für Quantenphysik der Universität Innsbruck lud aufstrebende junge Studierende zu einem Einführungskurs nach Innsbruck, um Interesse für die spannenden Fragen der Quantenphysik zu wecken.
Sommerschule Quantenphysik
Bild: 50 SommerschülerInnen gewannen Einblick in die Quantenphysik.

Vorträge über Laserkühlung, Bose-Einstein-Kondensation und Atomchips standen auf dem Programm des dreitägigen Einführungskurses in die Welt der ultrakalten Atome und Quantengase an der Universität Innsbruck. „Wir wollen schon sehr früh mit der Nachwuchsarbeit beginnen“, erläutert Prof. Rudolf Grimm, Leiter des Forschungszentrums für Quantenphysik und selbst erfolgreicher Quantenforscher. „Deshalb veranstalteten wir in diesem Jahr zum ersten Mal einen Einführungskurs, der die motiviertesten und interessiertesten Physikstudenten für die Quantenphysik gewinnen sollte.“ Mit dem Angebot will der international erfolgreiche Forschungsschwerpunkt auch Maßstäbe setzen. Der Andrang war entsprechend groß, 50 Studierende aus sieben Ländern wurden schließlich nach Innsbruck eingeladen. Einige sind sogar aus Finnland, Großbritannien und Israel angereist. Neben den spannenden Vorträgen gab es im Rahmen der Sommerschule auch Führungen durch die Labors der Innsbrucker Physik zu erleben.

 

Internationale Kontakte knüpfen

 

„Dieser Kurs bietet uns die Chance, zukünftige Doktoranden zu gewinnen. Er ermöglicht aber auch unseren Studierenden einen ersten Kontakt mit der internationalen Community“, freut sich Grimm. Nach dem Ansturm auf die erste Sommerschule wird das Angebot für Studierende auch im kommenden Jahr wieder angeboten werden. „Das Thema könnten dann zum Beispiel die Forschungen zum Quantencomputer sein.“ Organisiert wurde der Kurs von Rudolf Grimm und Hanns-Christoph Nägerl von der Universität Innsbruck und Jörg Schmiedmayer von der TU Wien. Das Forschungszentrum für Quantenphysik, das Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und der Spezialforschungsbereich „Control and Measurement of Coherent Quantum Systems“ trugen die Kosten.

 

Forschungszentrum für Quantenphysik

 

Das Forschungszentrum für Quantenphysik ist aus dem Spezialforschungsbereich des FWF hervorgegangen und wurde im Rahmen der Schwerpunktbildung der Universität Innsbruck eingerichtet. Es ist ein Musterbeispiel für die Bündelung erstklassiger Forschungsgruppen und die nachhaltige Förderung von wissenschaftlicher Exzellenz. Mit der Sommerschule wurde ein weiterer Grundstein für die langfristige Sicherung herausragender Leistungen gesetzt.

(cf)