Towards an open area of higher education in Europe

Vom 6. bis 9.3. fand in Innsbruck die 5. Sitzung zur Vorbereitung des europaweit einzigartigen Masterstudiums European Youth Studies statt. Zum ersten Mal beteiligt sich die Uni Innsbruck in einer koordinierenden Rolle bei einem derartigen Projekt - dem Konsortium steht Prof. Dr. Lynne Chisholm vor.
Das internationale Konsortium – unter der Leitung von Prof. Lynne Chisholm - traf sich in Innsbruck, um die Arbeit für das MA EYS der nächsten drei Jahren zu planen.
Bild: Das internationale Konsortium – unter der Leitung von Prof. Lynne Chisholm - traf sich in Innsbruck, um die Arbeit für das MA EYS der nächsten drei Jahren zu planen.

Das spezialisierte und interdisziplinäre Spezialgebiet "European Youth Studies" entstand in den 1990er Jahren in der Folge der sich rasch verändernden Gesellschaften Europas. Seitdem gewinnt dieser Forschungs- und Arbeitsbereich immer weiter an Bedeutung und bedarf immer mehr hoch qualifizierter ExpertInnen - sogenannten "innovation drivers". Das Projekt "Masterstudium in European Youth Studies" (MA EYS) zielt daher auf die Entwicklung einer universitären Ausbildung ab, die die AbsolventInnen für grenzüberschreitende Beschäftigungsfelder im Dreieck zwischen Forschung, Politik und Praxis qualifiziert.

 

Der MA EYS wird international und mehrsprachig – aus Prinzip und in der Praxis. Er baut auf einer transnationalen Lehr- und Lernarchitektur auf, die Blockseminare mit computergestütztem kollaborativem Lernen und Studierendenmobilität verbindet. "Dieses Curriculum besteht nicht aus einer Addition von einzelnen Modulen, die an verschiedenen Partneruniversitäten entstehen und angeboten werden, sondern es basiert auf einer echten grenzüberschreitenden Studienarchitektur, die alle Partneruniversitäten gemeinsam entwickeln und anbieten. Studierende und HochschullehrerInnen werden zusammen eine Art virtuelles postgraduales College bilden", so Lynne Chisholm. "Die Mobilität der Studierenden stellt hier ein wichtiges und integratives Element und nicht nur ein formaler Anspruch – alle Studierende werden ein Semester in einem anderen Land verbringen müssen und dort auch ein Praktikum absolvieren", betonte sie.

 

2008 - 2010 - 2013

Das Curriculum für dieses 120 ECTS-Masterstudium soll in den kommenden drei Jahren von einem Konsortium mit 11 Partneruniversitäten (Österreich, Belgien, Bulgarien, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Spanien, Vereinigtes Königreich) und 11 assoziierten Partnern in weiteren europäischen Ländern ausgearbeitet werden. 2011 sollen die ersten 30 Studienplätze vergeben und 2013 werden die ersten AbsolventInnen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen oder auch ein Ph.D. Studium aufnehmen.

 

Um die Arbeit der nächsten drei Jahre zu planen, traf sich das Konsortium vom 6. bis 9.3.2008 in Innsbruck. Um diese Arbeit zu unterstützen, ist Ende Februar ein Großantrag unter dem Erasmus Kapitel des EU-Lifelong-Learning-Programms gestellt worden. Der MA EYS wird von der Universität Innsbruck als auch von den zuständigen österreichischen Ministerien (BMWF und BMGFJ) und von der Partnerschaft im Jugendbereich zwischen der Europäischen Kommission und dem Europarat unterstützt.

 

"Opening up higher education in Europe... is a worthwhile challenge for all of us. We count on your support", so Lynne Chisholm am Schluss der Projektpräsentation im Claudia-Saal.

 

Uni Innsbruck ist international vernetzt

Die Umsetzung des MA EYS trägt nicht nur zur forschungsgeleiteten Lehre im Bereich der Jugendforschung und nicht-formalen Jugendbildung bei. Er verstärkt des Weiteren die Internationalisierung der Universität Innsbruck. Die Uni Innsbruck zählt bereits zu den führenden Institutionen in der Internationalisierung der österreichischen Universitätslandschaft. Derzeit ermöglichen Kooperationsabkommen mit rund 300 Universitäten in 50 Nationen Forschungs-, Lehr- und Lernaufenthalte für Lehrende und Studierende. Zudem ermöglichte die Erlangung der erweiterten ERASMUS-Universitätscharta die Teilnahme am Lifelong Learning Programm der Europäischen Union in den Jahren 2007 - 2013. Davon profitieren jährlich rund 600 Studierende und 60 Lehrende.

Text: Lynne Chisholm/ Karin Fröch