„Die Kompetenzenmappe – der entscheidende Unterschied“

Die Universität Innsbruck ermöglicht ab dem Sommersemester 2008 ihren Studierenden den Erwerb von Zusatzqualifikationen im Rahmen der universitären Weiterbildung.
Mit der Kompetenzenmappe bietet die Uni Innsbruck ein umfassendes Weiterbildungsangebot für Studierende
Bild: Mit der Kompetenzenmappe bietet die Uni Innsbruck ein umfassendes Weiterbildungsangebot für Studierende.

Nach wie vor ist das Studium an einer Universität mit keiner anderen Ausbildung gleichzusetzen. Das Ziel der Universität ist die optimale fachliche und persönliche Vorbereitung ihrer Studierenden auf das Berufsleben. Doch entscheidend für den erfolgreichen Karriereverlauf sind die Bereitschaft und die Fähigkeit zu Bildung und Weiterbildung. Daher hat sich die Universität Innsbruck entschlossen, ihren Studierenden ein praxisorientiertes Weiterbildungsangebot anzubieten: die Kompetenzenmappe.

 

Was ist die Kompetenzenmappe?

Die Kompetenzenmappe ist ein vertiefendes und praxisorientiertes Weiterbildungsangebot für alle Studierenden der Uni Innsbruck. Diese erhalten die Möglichkeit, nach Bedarf und Wunsch - unabhängig vom regulären Studium - Zusatzqualifikationen zu erwerben und mit einem Zertifikat der Uni Innsbruck zu belegen.

 

Besonders die Praxisorientierung spielte bei der Konzeption der Kompetenzenmappe eine wichtige Rolle, „Denn“, so Vizerektorin Margret Friedrich, „für die Bachelor(BA)-Studien an der Universität ist „employability“ angesagt. Wir übersetzen diesen Begriff im Bereich unserer universitären Studien mit ‚Berufsbefähigung’, nicht mit ‚Berufsvorbereitung’. Eine stärker berufsvorbereitende Komponente findet sich in der Kompetenzenmappe. Hier können entsprechende Zusatzqualifikationen erworben werden“.

 

Auch für den zukünftigen Arbeitgeber bringt das Zertifikat einer Kompetenzenmappe Vorteile: „Das Zertifikat der Universität zeigt ihm, dass es sich um ein qualifiziertes Weiterbildungsangebot auf universitärem Niveau handelt. Außerdem sind ihm Titel, Inhalt, Lernziele und Arbeitsaufwand der absolvierten Module bekannt“. Eine Kompetenzenmappe zu einem Themenbereich besteht aus vier Modulen. Ein Modul entspricht einem Arbeitsaufwand von 7,5 ECTS-Anrechnungspunkten. Vier Module ergeben eine Kompetenzenmappe im Umfang von 30 ECTS-Anrechnungspunkten.

 

Im Sommersemester 2008 startet die Universität Innsbruck mit fünf Kompetenzenmappen zu folgenden Themenbereichen:

 

  • European Studies
    Das Ziel dieser Kompetenzenmappe ist, das Wissen und Verstehen von Europa und der Europäischen Union zu verbessern sowie wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu erkennen, um darauf enstprechend reagieren zu können. Besonderheit: Die Veranstaltungen finden online und in englischer Sprache statt.
  • Genderkompetenz
    Der Erwerb inhaltlicher Grundlagen und praktischer Anwendungsmöglichkeiten von Gender Mainstreaming sind die Ziele dieser Kompetenzenmappe.

  •  Neue Medien-, Informations- und Computerkompetenz
    Ziele: Erkennen und Formulieren des Informationsbedürfnisses, Informationen selbständig finden und nach ihrer Relevanz bewerten, Kenntnisse bibliothekarischer Serviceangebote und selbständiges Beschaffen von Dokumenten.
     
  • Italienisches Recht, Kompetenz für WirtschaftswissenschafterInnen
    Die Zusatzangebote im Rahmen der Kompetenzmappe „Italienisches Recht - Kompetenz für Wirtschaftswissenschafter“ sollen Studierende jene Rechtskenntnisse vermitteln, die für Berufstätigkeiten eines Ökonomen in Südtirol und Italien besonders wichtig sind.

  • Medien und Kommunikation
    Im Berufsleben wird der Umgang mit den Medien immer wichtiger. Die Vermittlung von Grundlagen der Medien- und Kommunikationswissenschaft (Geschichte, Systematik und Theorie) sind daher der Inhalt dieser Kompetenzenmappe.

 

Text: Barbara Gant