Das Bild im Hinterzimmer

Die Zusammenarbeit zwischen Künstlern und der Wirtschaft besteht häufig aus Kunstankäufen, Sponsoring oder Ausstellungen im Foyer großer Unternehmen. Dass die Kooperation viel effektiver ablaufen kann, will Dagmar Abfalter vom Institut für Strategisches Management mit ihren Studenten im Rahmen des Projektes „Klimt am Klo - Kunst kann mehr“ zeigen.
Die Studierenden zeigten Porträts von Tiroler Künstlern, die an einer Zusammenarbeit mit der Wirtschaft interessiert sind.
Bild: Die Studierenden zeigten Porträts von Tiroler Künstlern, die an einer Zusammenarbeit mit der Wirtschaft interessiert sind.

„Das Bild im Chefzimmer oder auf dem Flur ist die typische Form der Zusammenarbeit zwischen Kunst und Unternehmen“, so Dagmar Abfalter. Dabei kann Kultur oder Kunst eine Inspirationsquelle sein, von der die Wirtschaft profitiert. Um die Bedürfnisse von Unternehmen besser kennen zu lernen, hat Abfalter zusammen mit ihren Studenten aus dem Kurs KulturProjektManagement zur Veranstaltung „Klimt am Klo – Kunst kann mehr“ in den APT Club in der Rossau eingeladen.

 

Individuelle Porträts

Dort präsentierten die Stundenten an acht Stationen Porträts 20 Tiroler Künstler, die an einer Zusammenarbeit mit der Wirtschaft interessiert sind. Ganz unterschiedlich und individuell stellten die einzelnen Arbeitsgruppen die kreative Arbeit der Künstler vor, so dass ein konstruktiver Meinungsaustausch mit den Vertretern der Wirtschaft möglich war.

 

Online-Plattform kunstgut.at

Das Feedback aus der Veranstaltung soll für Projektphase zwei genutzt werden. „Nun wollen wir die Online-Plattform kunstgut.at erstellen“, so Abfalter. Dadurch soll der Dialog zwischen Künstlern und der heimischen Wirtschaft nochmals gefördert werden. Die dort vorgestellten Porträts werden sich von herkömmlichen Kunstporträts unterscheiden und gezielt auf die Bedürfnisse der Wirtschaft abgestimmt sein. Langfristiges Ziel der Plattform ist es, konkret Kooperationen zu initiieren und umzusetzen. Denn durch die Zusammenarbeit können innovative Wege in der Problemlösung einen Nutzen für beide Seiten bringen. In der dritten Phase wird es dann um die Umsetzung von Projekten mit der Tiroler Wirtschaftskammer gehen.

 

Erstes Interesse aus der Wirtschaft

Zur Veranstaltung in den APT-Club kamen auch Stefan Garbislander von der Wirtschaftskammer Tirol und Ronald Bacher vom Land Tirol, die beide das Projekt seit ihrem Beginn unterstützen. Auch erste Unternehmen haben bereits Interesse an einer Zusammenarbeit signalisiert. Bis zum jetzigen Zeitpunk läuft das Projekt auf einem Null-Euro Level und hat noch keine Unterstützung des Landes oder der Wirtschaft erhalten. Auch für die Präsentation fielen keine Kosten an. „Die Studenten haben sehr viel Arbeit in das Projekt investiert. Viel mehr, als es für einen herkömmlichen Kurs üblich ist“, betonte Abfalter.

Text: Almut Winkler

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