Absolvententag der Innsbrucker Marketer

Vergangenes Wochenende luden die Marketer des Instituts für Strategisches Management, Marketing und Tourismus ihre Absolventen zum Absolvententag 2007. Wie auch bei den vergangenen Absolvententagen der Innsbrucker Marketer folgten zahlreiche ehemalige Studierende der Einladung.
Zahlreiche ehemalige Studierende folgten der Einladung zum Absolvententag.
Bild: Zahlreiche ehemalige Studierende folgten der Einladung zum Absolvententag

Nach einem geselligen Get together am Freitagabend, das viele nützten um sich mit ehemaligen StudienkollegInnen und den Institutsmitgliedern auszutauschen, folgte am Samstag der formelle Teil. Die diesjährige Veranstaltung stand unter dem Motto „Der aktive Konsument- Chance oder Risiko?“

 

Johann Füller und Johannes Gebauer (Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus bzw. Hyve AG, München) eröffneten das Thema mit spannenden Einblicken in die Welt der „Aktiven Konsumenten im Zeitalter von Web 2.0“. „Konsumenten kreieren heutzutage bereits ihre eigenen Produkte. Man kann dies in zahlreichen Communities im Internet beobachten. Unternehmen können Konsumenten aktiv in den Entwicklungsprozess von neuen Produkten integrieren, und so von deren Anwender-Know-how profitieren, “ so Füller.

 

Frank Thomas Piller (RWTH Aachen) zeigte in seinem Vortrag „Wertschöpfung mit Open Innovation: Wie Sie die neuen offenen Entwicklungsprinzipien zur Grundlage Ihres Geschäftes machen“ wie Unternehmen einerseits die schöpferische Kraft der Konsumenten und andererseits die neuen Geschäftsmöglichkeiten im sogenannten Web 2.0 zur eigenen Wertschöpfung nützen können. An Beispielen wie YouTube, Flickr, Spreadshirt oder Threadless zeigte Frank Piller wie Konsumenten einfache Geschäftsideen mit Hilfe neuer Technologien verwirklichen und, dass „traditionelle“ Unternehmen nicht nur von diesen lernen können, sondern auch sollen, denn sonst werden aktive, unternehmerische Konsumenten zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz.

 

Marius Lüdicke (Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus, Universität Innsbruck) lenkte den Blick auf eine andere Art von Konsumentenaktivität. In „Contested Consumption: Feuer und Flamme für ungeliebte Marken“ zeigte er am Beispiel der SUV-Marke Hummer zu welchen Taten sich Konsumenten aus Hass zu einer Marke hinreißen lassen. Um ihrer Ablehnung gegenüber den als übertrieben großen, umweltfeindlichen Fahrzeugen Ausdruck zu verleihen, greifen Hummer-Gegner in den USA zu zahlreichen Mitteln: von öffentlichen Protesten gegen den Hummer, über das Beschimpfen der Besitzer bis zum Beschädigen der Autos. Auch Internetprotestseiten wurden eingerichtet. Lüdicke sieht in derartigem Widerstand einen bisher vernachlässigten jedoch höchst relevanten Aspekt der Markenführung. Starke Marken polarisieren eben nicht nur über verschiedene Geschmäcker, sondern dienen Konsumenten auch als Ressourcen für die Verhandlung von gesellschaftlich erwünschten und unerwünschten Werten und Ideologien.

 

Prof. Mühlbacher zeigte sich erfreut darüber, dass so viele AbsolventInnen auch lange nach ihrem Studienabschluss dem Institut verbunden bleiben und der Veranstaltung die Treue halten.

 

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