Infoveranstaltung für Südtiroler Studierende

Die Universität Innsbruck bot am 8. November bei einer Abendveranstaltung zahlreiche Informationen für Studierende aus Südtirol aus erster Hand.
 Die PodiumsteilnehmerInnen konnten den Südtiroler Studierenden zahlreiche Tipps und Anregungen für ein erfolgreiches Studium geben.
Bild: Die PodiumsteilnehmerInnen konnten den Südtiroler Studierenden zahlreiche Tipps und Anregungen für ein erfolgreiches Studium geben.

Rund 200 Südtiroler Studierende konnte Vizerektorin Prof. Margret Friedrich gemeinsam mit dem Südtiroler Landesrat für Bildungsförderung, Universitäten und Forschung, LHStv. Dr. Otto Saurer zur Infoveranstaltung „Südtiroler Studierende in Österreich“ begrüßen. Die Serviceeinrichtungen des Landes Südtirol und die Südtiroler HochschülerInnenschaft stellten dabei ihre vielfältigen Leistungen vor und informierten die ZuhörerInnen über Studientitelanerkennung, Stipendien, Förderungen und vieles mehr. Organisiert wurde die Veranstaltung von Frau HR Mag. Rosa Maria Reinalter-Treffer von der Stabsstelle für Südtirolagenden.

 

3.500 Studierende aus Südtirol in Innsbruck

Insgesamt studieren derzeit ca. 6.000 SüdtirolerInnen an österreichischen Universitäten, davon etwa 3.500 in Innsbruck. Somit sind ein Großteil der Südtiroler JuristInnen oder ÖkonomInnen AbsolventInnen unserer Alma Mater. „Der regelmäßige Informationsaustausch – wie beispielsweise mit dieser Infoveranstaltung - ist sehr wichtig, da er nicht nur über die aktuellsten Veränderungen und Neuerungen informiert, sondern mir auch die Stimmung der in Innsbruck studierenden SüdtirolerInnen wiedergibt“, so LHStv. Saurer. Besonderen Informations- und Beratungsbedarf sieht Saurer bei den neuen Bachelor- und Masterstudien, denn darin eröffnen sich große Chancen für die Menschen in der Europaregion Südtirol.

 

Der Bologna-Prozess

Im Zusammenhang mit dem Bologna-Prozess referierte Vizerektorin Friedrich über die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der einzelnen Studienrichtungen an der Universität Innsbruck. Erfreut zeigte sich Vizerektorin Friedrich hierbei über die große Nachfrage der südtirolspezifischen Lehrveranstaltungen, wie beispielsweise im Bachelorstudium Wirtschaftswissenschaften – Management and Economics.

 

Auf die Frage eines Studierenden „was man mit einem dreijährigen Studium machen könne“, konnte Friedrich mit Argumenten das Auditorium überzeugen: Mit Bologna ergeben sich große Chancen, da ein früherer Berufseinstieg ermöglich wird, die Drop-out-Raten reduziert werden, die nationale und internationalen Vergleichbarkeit der Studien erleichtert und die Mobilität erhöht wird.

D.h. in Zukunft wird es für Studierende leichter sein, z.B. ein Bachelorstudium in Österreich und ein Masterstudium in Italien zu absolvieren oder umgekehrt, da die Anrechenbarkeit von Studienleistungen besser gegeben ist.

  

Studientitelanerkennung in Italien

Weniger erfreut zeigten sich die DiskussionsteilnehmerInnen über die schleppenden Verhandlungen zur Studientitelanerkennung. Die im Rahmen des Bologna-Prozesses erfolgte Umstellung der vierjährigen Diplomstudien auf das dreijährige Bachelorstudium und das zweijährige Masterstudium macht es notwendig alle österreichischen Studienrichtungen neu zu verhandeln, um eine Gleichstellung mit den italienischen Classi delle lauree universitarie und Classi delle lauree specialistiche zu erzielen. Bisher konnten die Verhandlungen für 48 österreichische Bakkalaureatsstudien und 52 Masterstudien abgeschlossen werden. Die Arbeit der Expertenkommission wird kommendes Frühjahr mit der Tagung in Wien fortgesetzt werden, bei der sie weitere Entsprechungen zwischen österreichischen Magisterstudien und italienischen Classi delle lauree universitarie specialistiche überprüfen wird. Zurzeit laufen in den beiden Staaten die rechtlichen und parlamentarischen Prozeduren zur raschen Inkraftsetzung des im letzten Jahr vereinbarten Notenwechsels.

 

Förderungen und Stipendien in Südtirol

Der Direktor der Abteilung für Bildungsförderung, Dr. Albert Plitzner informierte gemeinsam mit seinen MitarbeiterInnen die Studierenden  über Studienbeihilfen, Leistungsstipendien, Vergütung von Reisespesen, Zuschüssen zur Förderung von Sprachkenntnissen von Seiten der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol. Ein Novum ist, dass sich AbsolventInnen mit einem exzellenten Abschluss eines mindestens vierjährigen Hochschulstudiums um eine Leistungsprämie im Ausmaß von 1.000.--€ bewerben können. Einen breiten Raum nahmen in der anschließenden Diskussion die Fragen zum Thema Studientitelanerkennung in Italien, sowie Einzelnostrifizierungen und Ausübung des Lehrberufs in Südtirol ein.

 

TIPP: Bildungsmesse in Bozen

Die 1. Südtiroler Bildungsmesse bietet einen Gesamtüberblick über die vielfältigen Bildungseinrichtungen, Bildungsangebote und Bildungslaufbahnen. Mit dabei ist auch die Universität Innsbruck.
22.-25 November 2007, Do-Sa: 09:00–19:00 Uhr, So: 10:00–16:00 Uhr

Nach oben scrollen