ArchitekturstudentInnen entwickelten Konzept für Zentrumsgestaltung

Anfang 2007 trat die Südtiroler Gemeinde St. Martin im Passeier mit der Bitte an die Universität Innsbruck heran, eine Entwurfsstudie für den Zentrumsbereich der Gemeinde zu erarbeiten.
Die Einwohner von St. Martin zeigten sich sehr interessiert
Bild: Die Einwohner von St. Martin zeigten sich sehr interessiert

Im Sommersemester 2007 wurde die Studie von Dipl.-Ing. Andreas Flora, wissenschaflticher Mitarbeiter am  Institut für Gestaltung. Studio1, und 12 Studierenden der Architektur im Rahmen eines Wettbewerbs erstellt.

 

Die primären Anliegen und Fragestellungen der Gemeindeverwaltung bezogen sich zum einen auf die  Neugestaltung des bestehenden Dorfplatzes und zum anderen auf die Errichtung einer Tiefgarage. Die Gemeinde plant noch im laufenden Jahr die verkehrstechnische Neugestaltung der Nordeinfahrt ins Dorfzentrum, weshalb auch eine verkehrsplanerische Neuorganisation des Zentrums akut wird. Derzeit wird die Versorgung des Zentrums vorrangig durch Parkplätze direkt am Dorfplatz abgedeckt, was die Nutzung des Platzes für Veranstaltungen erschwert. Konkret fehlt es an geeigneten Aufführungsstätten für die lokale Musikkapelle, weshalb auch die Errichtung einer multifunktionalen Bühne in die Überlegungen einzubeziehen war.

 

Ähnlich wie die meisten Gemeinden im Alpenraum steht auch St. Martin  vor der immer wieder neuen Herausforderung trotz ständiger gesellschaftlicher Veränderungen, sein historisches Zentrum für Einheimische und Gäste attraktiv und lebendig zu erhalten. In der Programmierung ihrer Zentrumsbereiche müssen Ortschaften deshalb vermehrt nach unternehmerischen Gesetzen agieren, um nicht in wirtschaftlichen und in der Folge auch sozialen und kulturellen Bereichen zurückzufallen. Die in der Studie beschriebenen Phänomene bzw. Vorschläge sollen den Verantwortlichen als Entscheidungsgrundlage dienen und Möglichkeiten für die Entwicklung des Zentrums aufzeigen.

 

Am Donnerstag, den 26.07.2007 wurde die Studie am Dorfplatz im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert und die von  einer Jury ausgewählten besten Arbeiten der ArchitekturstudentInnen prämiert.  Als Mitglieder der Jury fungierten Rosmarie Pamer und Heinrich Dorfer für die Gemeindeverwaltung von St. Martin, Ingenieur Stefan Baldini, die Architektin Silvia Boday sowie Architekt Andreas Flora von der Universität Innsbruck. Das Projekt von Valentin Steiff und Philip Paulsteiner konnte die Jury überzeugte die Jury und wurde mit dem 1. Preis im Wert von 2.000€ prämiert. Weitere Preise erhielten Josef Garber, Carmen Polig und Paul Walder.

 

Die Ausstellung am Dorfplatz von St. Martin im Passeier ist während der Sommermonate frei zugänglich.