Innsbrucker Architektur-StudentInnen entwerfen das neue Glockenmuseum Grassmayr

Im Rahmen eines Entwurfseminars am Institut für Gestaltung/studio2 arbeiteten fünfzehn StudentInnen an der Konzeption des neuen Innsbrucker Glockenmuseums der Familie Grassmayr.
Glockenmuseum
Bild: Bgm. Hilde Zach ließ sich das Konzept genau erklären.

Die komplexe Situation des traditionsreichen Unternehmens stellte für die Studierenden eine große gestalterische und städtebauliche Herausforderung dar. Doch der Einsatz lohnte sich: Die Initiative stieß auf breite Zustimmung und der Umbau zum kinderfreundlichen Museum Grassmayr ist geplant.

 

Mit einem Glockenschlag begrüßten Bgm. Hilde Zach, der Dekan der Architekturfakultät und Vizerektor für Forschung Prof. Tilmann Märk, Prof. DI Gabriela Seifert und die Familie Grassmayr am Mittwoch, 06.06.2007 die studentischen Projekte.

 

Der seit 1599 bestehende Innsbrucker Familienbetrieb exportiert Glocken in mehr als 100 Länder weltweit. Das der Gießerei angeschlossene Museum wurde bereits mit dem Österreichischen Museumspreis und dem Maecenas-Preis ausgezeichnet.

 

Das Glockenmuseum als komplexes Thema war in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung für die Architektur-StudentInnen. Es galt, eine Verbindung zwischen der 400 Jahre alten Tradition und dem Blick in die Zukunft herzustellen. Zudem ist das Glockenmuseum an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt der Stadt Innsbruck positioniert, der bekannten „Grassmayr-Kreuzung“. Das Projekt ist daher städtebaulich von großer Bedeutung: Die Erscheinungsform des neuen Museums soll Außen und Innen den Ansprüchen moderner und innovativer Museumsarchitektur genügen. Die Familie setzt auf ein kinderfreundliches und konkurrenzfähiges Konzept.

 

Frau Bgm. Hilde Zach lobte die „Leidenschaft der studentischen Arbeiten“ und freut sich auf deren Realisierung. „Architektur-Studenten sollen verstärkt in die Stadtplanung eingebunden werden.“ Dies sei besser, als internationale Wettbewerbe zu veranstalten. „Das Wissenskapital, das vor der Tür liegt, soll die Möglichkeit zur Umsetzung haben!“ so Zach. Die Bürgermeisterin ließ sich jeden einzelnen Entwurf erklären und pochte auf die verstärkte Zusammenarbeit der Wirtschaft mit der Architekturfakultät, um künstlerisch-wissenschaftliche Bereiche zu stärken.

 

Vizerektor Tilmann Märk beglückwünschte ebenfalls die gelungene Verschmelzung von Forschung und Anwendung. Prof. DI Gabriela Seifert sieht in den Entwürfen einen weiteren erfolgreichen Schritt der institutseigenen Tradition: „Konzepte für Tiroler Firmen“.

 

Der betreuende Assistent DI Eric Sidoroff ist stolz auf die studentischen Projekte und betont, dass „bis ins Detail hervorragend gearbeitet wurde“ Die Zukunft sieht Sidoroff folgendermaßen: „Kinder wollen sehen, lernen und begreifen. Wenn sie das im Glockengießer-Museum Grassmayr erfahren, dann ist eine neue Generation von Museumsbesuchern geboren.“

 

Das Projekt wird im kommenden Wintersemester am Institut für Gestaltung/studio2 weiterentwickelt. Die Entwürfe und Modelle sind bis Ende August in der Glockengießerei Grassmayr (Leopoldstraße 53) zu sehen. Der nächste öffentliche Glockenguss findet  am Freitag, 29. Juni 2007 statt.

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