Studieren alla Bolognese

Seit der Senatssitzung vom 8. März ist es fix: An der Fakultät für Betriebswirtschaft sowie an der Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik starten im Studienjahr 07/08 die ersten Bologna-Studien. Breite im Bachelor, Vertiefung im Master lautete eines der Grundprinzipien bei der Studienentwicklung.
Neue Bologna-Studien
Bild: V.l.n.r.: Prof. Albrecht Becker, Curriculumvorsitzender der Fakultät für Betriebswirtschaft; Rektor Manfried Gantner; Prof. Stephan Laske, Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaft; Prof. Rupert Sendlhofer, Fakultätsstudienleiter der Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik; Prof. Matthias Bank, Fakultätsstudienleiter der Fakultät für Betriebswirtschaft.

Im Zuge der Umsetzung des Bologna-Prozesses an der Leopold-Franzens-Universität haben die Fakultät für Betriebswirtschaft und die Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik einen wichtigen Meilenstein erreicht: Der Senat genehmigte in seiner Sitzung am 08.03.2007 das gemeinsame Bachelorstudium "Wirtschaftswissenschaft – Management and Economics" sowie fünf der sechs geplanten Masterstudien. Mit dem Bachelorstudium und den beiden Masterstudien "Organization Studies" sowie "Strategisches Management" der Fakultät für Betriebswirtschaft können damit im Studienjahr 2007/08 die ersten Bologna-Studien auf Basis des UG 2002 und der neuen Satzung der LFU starten. Die Masterstudien "Accounting, Auditing and Taxation", Banking and Finance" und "Wirtschaftsinformatik" (Betriebswirtschaft) sowie "Angewandte Ökonomik – Applied Economics" (Volkswirtschaft und Statistik) starten ein Jahr später.

 

Grundsätze der Curriculumentwicklung

Bei der Entwicklung der Bologna-Studien haben sich die Fakultäten von drei Prinzipien leiten lassen. Erstens sind von Grund auf neue Studien geschaffen worden. Die häufig zu beobachtende "Umetikettierung" bestehender Diplomstudien wurde vermieden. Zweitens wurde der Curriculumentwicklung das Prinzip "Breite im Bachelor, Vertiefung im Master" zu Grunde gelegt. In Einklang mit der Gesamtstrategie der Universität Innsbruck zielt das gemeinsame Bachelorstudium "Wirtschaftswissenschaften - Management and Economics" auf eine breit angelegte fundierte Grundausbildung in Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft und bietet so einen ersten berufsqualifizierenden Studienabschluss, der die "employability" der AbsolventInnen sichert. Die Masterstudien sind deutlich spezialisierter und forschungsorientiert konzipiert. Drittens orientieren sich die Studien an internationalen Standards. Insbesondere auf der Ebene der Masterstudien gibt es Kooperationen mit renommierten europäischen Universitäten.

Das Bachelorstudium "Wirtschaftswissenschaften – Management and Economics"

Das besondere Kennzeichen des Bachelorstudiums "Wirtschaftswissenschaften – Management and Economics" ist die breit angelegte Grundausbildung, bei der die Fähigkeiten für ein lebenslanges Lernen erworben werden. Darin unterscheidet es sich deutlich von vielen wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudien im regionalen und nationalen Umfeld. Statt frühzeitiger Spezialisierung schon in den ersten Semestern, werden eine breite Methoden- und Problemlösungskompetenz, eigenständiges und selbstverantwortliches Arbeiten sowie ein kritischer Umgang mit dem erworbenen Wissen vermittelt. Der Universitätsabschluss "Bachelor of Science" ermöglicht den Absolventinnen und Absolventen vielfältige berufliche Tätigkeiten und Karrierechancen in der Wirtschaft, in der öffentlichen Verwaltung, in Verbänden, Kammern, Interessenvertretungen und Medien. Er bildet außerdem die Basis für ein vertiefendes wissenschaftliches Masterstudium.

Nach zwei Jahren wirtschaftwissenschaftlicher Grundausbildung kann im dritten Jahr des Bachelorstudiums zwischen der Vertiefungsrichtung Betriebswirtschaft und der Vertiefungsrichtung Volkswirtschaft gewählt werden. Das Studium ist in Form von Modulen organisiert, die stets eine so genannte interaktive Lehrveranstaltung (Proseminar, Übung, Seminar) mit kleiner Gruppengröße beinhalten. Auf diesem Weg wird sichergestellt, dass im Studium neben einem breiten Fachwissen die nötigen sozialen und persönlichen Kompetenzen (z.B. Fähigkeit zur Teamarbeit, Diskussionsfähigkeit, Präsentationstechniken) erworben werden.

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