Politik und Empirische Wahlforschung hautnah

Kein geringerer als LH DDr. Herwig van Staa folgte kürzlich der Einladung von Prof. Dr. Christian Traweger vom Institut für Politikwissenschaft um Studierenden im Rahmen der LV Statistik für Politikwissenschaft einen Einblick zu geben, welchen Stellenwert die empirische Wahlforschung für Politiker hat und in wiefern ihre Entscheidungen davon beeinflusst werden.
LH van Staa und Prof. Traweger
Bild: LH van Staa und Prof. Traweger

LH van Staa, der selbst jahrelang an der Universität tätig war und unter anderem auch Lehrveranstaltungen zum Thema empirische Sozialforschung abhielt, unterstrich im Rahmen seines Kurzvortrages wie wichtig die korrekte und wissenschaftlich abgesicherte Durchführung von Umfragen für Politiker sei und erklärte worauf es vor allem bei der Interpretation und Einschätzung der Ergebnisse ankommt und auch wie schwierig es manchmal gerade im Bereich von emotional gesteuerten Sachfragen sein kann, dem Wunsch der Bevölkerung nachzukommen.

 

In der Diskussion mit den Studierenden ging LH van Staa auch auf manche Hintergründe zu den Koalitionsvereinbarungen und Imagebewertungen der Spitzenkandidaten von ÖVP und SPÖ auf Bundesebene ein.

 

Bereits vor Weihnachten war im Rahmen dieser Lehrveranstaltung   der Chef der Tiroler Grünen Georg Willi zu Gast. Er sprach vor allem über die Probleme der Stichprobengröße in Bezug auf Umfragen in seiner Wählerschaft, ließ aber auch so manche problematische Sachthemen nicht unerörtert. Ein weiterer Punkt der Diskussion mit LAbg,.Willi war die Divergenz zwischen prognostizierten Wahlergebnisses für die Grünen und den dann tatsächlich – weniger – erreichten Prozentpunkten.

 

Insgesamt betrachtet, zeigte diese Initiative von Prof. Traweger, wie wichtig es ist, abgesehen von der Lehre der theoretischen Grundlagen des Faches auch eine angewandte Komponente sowohl aus der Sicht des Statistikers wie auch des Politikers mit einzubringen und so die Studierenden für eine sonst eher trockene Materie zu interessieren.