eLearning in der Lehre weiterhin am Vormarsch

Hochgradige Vortragende und spannende Projektpräsentationen bildeten bei der Veranstaltung „ eLearning an der LFU – Rückblick und Ausblick“ am 28.09.06 einen gebührenden Abschluss des im Vorjahr durchgeführten Projekts E-Learning/E-Teaching-Strategie der LFU Innsbruck. Rückblickend kann jetzt schon für die Zukunft gesagt werden: eLearning an der LFU wird weiterhin am Vormarsch sein.
eLearning Veranstaltung am 28.09.06
Bild: eLearning Veranstaltung am 28.09.06

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Frau Ao. Univ.-Prof. Dr. Margret Friedrich, der neuen Vizerektorin für Lehre und Studierende. Sie betonte in ihrem Vortrag den Nutzen der neuen Medien für die Zukunft der LFU und machte klar, dass sie sich verstärkt für den Einsatz von eLearning-Technologien in der Lehre einsetzen wird. Danach gaben sich Koryphäen auf dem Gebiet der computergestützten Lehre förmlich die „Klinke in die Hand“, um das abgeschlossene Jahr gebührend zu feiern und einen Ausblick auf zukünftig notwendiges Handeln sowie neueste Technologien zu vermitteln.

 

eLearning 2:0

Den Auftakt der Vortragsreihe machte Frau Prof. Dr.rer.pol. Andrea Back, Direktorin des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der Universität St. Gallen, mit ihrem Vortrag zum Thema eLearning 2.0: Web-Architekturen des Mitwirkens laden Sie ein. ELearning 2.0. spricht die Tatsache an, dass immer mehr „Social Software“ in der Lehre zu finden ist. Anhand eigener Erfahrungen machte sie den Nutzen von Weblogs, Wikis und Podcasts an praktischen Beispielen deutlich.

 

Nachhaltige Verankerung an Hochschulen

Herr Prof. Dr. Ullrich Dittler, Professor für Interaktive Medien an der Hochschule Furtwangen,   zeigte an einem Modell auf, dass die Installation einer Lernplattform zwar die technische Basis für den Einsatz elektronischen Lernens an einer Hochschule bildet, dass aber weit mehr Maßnahmen, wie z.B. Schulungen, Beratungen und begleitende Projekte, notwendig sind, um die Integration von eLearning in den Regelbetrieb einer Hochschule nachhaltig zu sichern.

 

IT use for higher education in Japan

Besonders interessant war der Blick nach Osten, den Herr Prof. Dr. Kimio Kondo, Executive Director of Research and Development Department des National Institute of Multimedia Education (NIME) aus Japan vorbrachte. Er zeigte anhand von Fakten den derzeitigen Entwicklungsstand der eLearning-Implementierung an japanischen Hochschulen auf.

 

Lernen ohne Barrieren

In klarer, strukturierter Weise führte Herr Dipl.-Ing. Gerhard Nussbaum, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kompetenznetzwerk – Informationstechnologie zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen, mögliche Barrieren vor, welche durch Unwissen viel zu oft auch im eLearning Menschen den Zugang zu Informationen verbauen. Die klaren Beispiele förderten das tiefere Verständnis für die Problematik bei den Zuhörern nachhaltig.

 

eLearning in der medizinischen Ausbildung

Seit 2003 setzt die Medizinische Universität Graz die proprietäre eLearning-Plattform Virtueller Medizinischer Campus flächendeckend ein und verzeichnet damit großartige Erfolge bei den Studierenden. Herr Univ.-Prof. Dr.med.univ Josef  Smolle präsentierte einige Module und die Evaluierungsergebnisse durch die Studierenden.

Der Nachmittag wurde dafür genutzt, über den Projektablauf bei einer Einreichung künftiger eLearning-Projekte des kommenden Studienjahres zu informieren. Danach wurden besonders erfolgreiche Projekte aus dem Vorjahr vorgestellt.

 

Projektpräsentationen:
  • Univ.-Ass. Mag. Dr. Janette Walde, Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik: „Pros und Cons für Studierende und Lehrveranstaltungsleiter des Projekts „eLearning VWL I“
  • Univ.-Prof. Dr. Alexander Ostermann, Fakultät für Mathematik, Informatik und Physik: eLearning in der Mathematiklehre des MIP
  • Univ.-Prof. Dr. Michael Oberguggenberger, Fakultät für Bauingenieurwesen: eLearning in der Mathematiklehre für Bauingenieure

Zum Abschluss stellten zwei Präsentationen aus der Digitalisierung und elektronischen Aufbereitung von Bibliotheksbeständen ein besonderes Schmankerl da. Es durften Gernot Hausar und Daphne Frankl begrüßt werden, die diesjährigen Gewinner des Medidaprix 2006 Förderpreises. Das Projekt eLibary zeichnet sich durch einen erfischend offenen Zugang aus. Schwer zugängliche Materialien werden als Volltext erfasst und somit für eine wissenschaftliche Verwertung optimal vorbereitet bereitgestellt.

Herr Mag. Dr. Günter Mühlberger informierte über laufende Projekte der Universitätsbibliothek, insbesonders über Austrian Literature Online – Infrastrukturen für eLearning.