Frauenfreundliche IT: 1. Frau promoviert am Tiroler Parade-Forschungsinstitut DERI

Für viele liegt die Verbindung auf der Hand: Frauen sind hervorragende KommunikatorInnen - Informationsaustausch ist sozusagen weiblich. Auch in wissenschaftlicher Hinsicht: Am Forschungsinstitut DERI der Universität Innsbruck, weltweit führend in der Erforschung der semantischen Systeme, promovierte nun als 1. Frau Anna Zhdanova aus Russland.
Frauenfreundliche IT: 1. Frau promoviert am Tiroler Parade-Forschungsinstitut DERI
Bild: Die Prüfungskommission gratuliert der ersten weiblichen Doktorandin der IT in Innsbruck. v.l.: Univ.Prof.Dr. Thomas Strang, stellvertretender Leiter DERI; Dr. Anna Zhdanova, erste Doktorandin der IT in Innsbruck; Univ.Prof.Dr. Ruth Breu, Leiterin d. Institutes für Informatik; Univ.Prof.Dr. Thomas Fahringer, Institut für Informatik; Quelle: DERI Innsbruck

Frau Anna Zhdanova recherchierte und fand die idealen Voraussetzungen in Tirol:
Exzellente Forschungsbedingungen des internationalen Instituts DERI, dessen Zentrale in Innsbruck weltweit den besten Ruf genießt und die ideale Lage im Zentrum Europas ließen ihre Wahl auf Innsbruck fallen.

 

Im Jahr 2003 kam Frau Zhdanova nach Tirol, forschte und promovierte nun als 1. Frau am Tiroler Forschungsinstitut DERI. Frau Dr. Zhdanova ermutigt Frauen: „Frauen haben die gleichen Fähigkeiten wie Männer. Sie müssen diese nur konsequent nutzen, um hervorragende Leistungen zu erbringen.“

„Ein starkes Signal an die Gesellschaft und die Frauen“ sehen der stellvertretende Leiter von DERI, Dr. Thomas Strang und Dr. Ruth Breu, Leiterin des Instituts für Informatik darin. Das Signal kommt bei den Frauen offensichtlich an, denn es sind derzeit bereits 21 Frauen am Forschungsinstitut DERI beschäftigt. „Frauen und   Männer ergänzen sich auch in der Wissenschaft – Vielfalt ist immer ein Erfolgsfaktor“ erklärt Dr. Dieter Fensel, der Leiter des multikulturellen Institutes.

 

2003 wurde DERI aus der Taufe gehoben und am Institut für Informatik der Universität Innsbruck angesiedelt. Seither ist DERI, das mit Fördermitteln des Landes Tirol startete, EU- und weltweit so erfolgreich tätig, dass es seit 1.1.2006 zu einem eigenen Forschungsinstitut der Universität wurde.

Bereits seit Jahren sind die EU und die Wirtschaft die größten Kapitalgeber: Die 25 parallel laufenden Projekte werden mit 15 Mio. Euro unterstützt. Unternehmen von Weltruf wie HP, IBM, Sun Microsystem, British Telecom und viele mehr engagieren sich in den wegweisenden Projekten von DERI.

 

Neben den Kenntnissen und unvergesslichen Eindrücken nimmt Anna Zhdanova noch etwas ganz Entscheidendes aus Tirol mit: „Ich konnte bei DERI lernen, wie ein internationales Forschungsinstitut mustergültig etabliert wird“.

 

Frauenfreundliche IT-Forschung bei DERI

Mit derzeit 21 Mitarbeiterinnen hat DERI einen ungewöhnlich hohen Frauenanteil. „Frauen und
Männer ergänzen sich auch in der Wissenschaft – Vielfalt ist immer ein Erfolgsfaktor“ erklärt der Leiter des multikulturellen Institutes. DERI ist stolz auf seine weiblichen Mitarbeiterinnen und es werden dank neuer Bewerberinnen stetig mehr.

 

 

 

Das Tiroler Forschungsinstitut DERI ist weltumspannend

Gegründet 2002 in Galway (Irland) brachte Univ.-Prof. Dr. Dieter Fensel die Zentrale des internationalen Forschungsnetzwerkes 2003 nach Innsbruck. Insgesamt arbeiten dort und an den weiteren Standorten in Stanford (USA), Seoul (Korea) und Galway (Irland) 130 Wissenschaftler, 64 davon in Innsbruck. Gemeinsam erforschen sie die nächste Generation des Internets (Semantisches Web, das nicht nur Worte, sondern auch deren Bedeutung kennt – eine Revolution für einfache Webnutzung) und dessen breite Anwendung im IT-Bereich.

 

Semantics – die Zukunft hat bereits begonnen

Das Semantische Web bildet die Basis, damit Maschinen mit verschiedenen Programmiersprachen ohne menschliche Intervention miteinander „kommunizieren“ können. Das ermöglicht dem
Menschen, sich auf die eigentliche Intellektuelle Arbeit zu konzentrieren, während mechanische Interoperabilitäts- und Softwareprobleme im Hintergrund automatisch gelöst werden.

 

Warum wir alle „Semantics“ brauchen, ist leicht erklärt. Derzeit fließen 40 % aller IT-Ausgaben der Unternehmen in die Beseitigung der „Kommunikationsprobleme“ zwischen unterschiedlichen
Programmen. Mit Semantics lernen sie zu „kommunizieren“ -  entsprechend groß ist die Bedeutung dieser Forschung, weshalb neben DERI auch andere renommierte Institute in Europa daran arbeiten.

In der Forschung der Semantik ist das DERI Netzwerk mit Zentrale in Innsbruck weltweit führend.

 

Von Tirol initiiert, von der EU-gefördert

Die Erfolgsgeschichte von DERI ist eng mit den Förderungen der EU für dieses wichtige Thema
verknüpft. Die Landesregierung hat im Rahmen der Informatikinitiative Tirol die Voraussetzungen für die Gründung des Institutes – damals noch als Unterorganisation des Institutes für Informatik der Universität Innsbruck – geschaffen.

Mittlerweile ist die EU der größte Kapitalgeber: Die 25 parallel laufenden Projekten werden allein in Innsbruck mit 15 Mio. Euro gefördert. Weltweit hat das DERI Netzwerk ca. 50 Mio. Euro Fördergelder für seine Forschung zur Verfügung.