Studierende der LFU Innsbruck erleben Politik in Brüssel hautnah

Vom 24. bis zum 27. April besuchten Studierende des Instituts für Politikwissenschaft unter der Leitung von Prof. Erna Appelt Brüssel, um ihr Wissen über die EU zu vertiefen und die Arbeitsweise des EU-Parlaments, der Kommission sowie die Aufgaben der österreichischen Vertretung in Brüssel und des Regionalbüros für Tirol, Südtirol und Trient kennen zu lernen.
Parlamentsgebäude in Brüssel.
Bild: Parlamentsgebäude in Brüssel.

Im Rahmen des Proseminars „Europäische Integration“ des Instituts für Politikwissenschaft hatten 20 Studierende die Möglichkeit, einige Institutionen der EU genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein dicht gedrängtes und interessantes Programm wurde von Prof. Erna Appelt und ihrer Tutorin Monika Haslinger zusammengestellt.

 

Bereits am Nachmittag des 24. Aprils wartete der erste Termin: Ein Treffen mit AssistentInnen des EU-Parlaments in den Räumlichkeiten des Büros der Europa Region Tirol-Südtirol-Trentino. Die Studierenden hatten hier den ersten Kontakt mit VertreterInnen einer EU Institution und konnten erstmals politische Luft in Brüssel schnuppern.

 

EU hautnah erleben durch aufschlussreiche Begegnungen

Am Dienstag wurden die TeilnehmerInnen der Exkursion über die Tätigkeit des Kommunalbüros und über Tirols Repräsentation auf der politischen Ebene im Ausschuss der Regionen informiert. Ein Praktikant der Politikwissenschaft Wien hielt ein Referat zur Arbeitsweise und Wirkung der europäischen Vergaberichtlinien im öffentlichen Bereich. „Aus erster Hand etwas zur viel diskutierten Dienstleistungsrichtlinie zu erfahren war sehr eindrucksvoll“, erklärt Julia Fodor, eine der Teilnehmerinnen der Exkursion.

 

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der EU-Kommission. Sergiusz Waplak hielt einen Vortrag zum Anti-Diskriminierungsgesetz. Das Thema „Soziales Europa“ wurde von Walter Wolf ausgiebig behandelt. Nach einer kurzen Pause wurde es für die Studierenden sehr praxisnah: Dirk Van Vreckem hielt ein Referat über die Europäische Verkehrspolitik.

 

Die LFU Innsbruck genießt in Brüssel hohes Ansehen

Die Ständige Vertretung Österreichs war der nächste Programmpunkt. Hier wurde auf die Rolle des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses eingegangen. Weiters sprach der österreichische Botschafter in Brüssel und Absolvent der LFU Innsbruck, MMag. Gregor Schusterschitz, mit den Studierenden über die Debatte zur Zukunft Europas. „Besonders aufschlussreich war für die Studierenden die Begegnung mit AbsolventInnen des Innsbrucker Instituts für Politikwissenschaft, die in Brüssel sehr erfolgreich Karriere gemacht haben.“, ist Prof. Appelt stolz, die die Diplomarbeit von Herrn MMag. Schusterschitz betreut hatte.

Das EU-Parlament von Innen

Am Donnerstag besuchten die ExkursionsteilnehmerInnen das EU Parlament in Brüssel. Nach einer Teilnahme an einer Plenarsitzung standen die Abgeordneten Eva Lichtenberger und Maria Berger den Studierenden Rede und Antwort. „Für mich war es eine tolle Erfahrung, zu sehen, wie Politik in Brüssel funktioniert. Die Fraktionen im EU-Parlament arbeiten hier ganz anders zusammen, als in den nationalen Parlamenten. Es kann schon mal passieren, dass zu einem bestimmten Dossier EVP Abgeordnete und Grüne einer Meinung sind und bei der nächsten Abstimmung verlagert sich wieder alles. Man erfährt hier ein ganz besonderes „Wir“-Gefühl auf EU-Ebene“, so Julia Fodor.