Erasmus-Neuzugänge feierlich begrüßt

Die offizielle Begrüßung der neuen ausländischen Erasmus-Studierenden letzten Mittwoch durch Vizerektorin Prof. Eva Bänninger-Huber und die zuständigen Organe gab den Startschuss für ein spannendes Sommersemester an der LFU. Bereits am selben Abend wurde den Neuankömmlingen im Rahmen einer „Welcome Party“ die Gelegenheit gegeben, erste Kontakte zu anderen Studierenden zu knüpfen.
Beim Feiern trifft man sich: Erasmus-Studierende aus Frankreich, Finnland und Norwegen.
Bild: Beim Feiern trifft man sich: Erasmus-Studierende aus Frankreich, Finnland und Norwegen.

Die LFU Innsbruck nimmt sein 1993/94 am Erasmus-Programm teil. Ingesamt entscheiden sich pro Jahr ca. 250 Erasmus-Studierende von 240 Partneruniversitäten dazu, mindestens ein Semester an der LFU zu absolvieren, wobei es im Sommersemester wesentlich weniger Neuzugänge als im Wintersemester sind. Im Vergleich dazu verzeichnet das Büro für internationale Beziehungen mehr „Outgoings“ als „Incomings“. Um die 370 Studierenden der LFU gehen für ein oder mehrere Semester ins Ausland.

 

Spanien löst Frankreich als beliebtestes Studienziel ab

In diesem Jahr ist dabei erstmals Spanien knapp vor Italien das beliebteste Ziel. Der frühere Spitzenreiter Frankreich belegt nur noch Platz drei. Zwar nutzen immer noch hauptsächlich Studierende der Wirtschaftswissenschaften die Kontakte mit den Partneruniversitäten, doch auch die zukünftigen Dolmetscher und Rechtswissenschaftler zeigen reges Interesse an einem Auslandsaufenthalt. Auch die Studierenden von Sprachen sind stark vertreten, zusammengefasst überbieten sie sogar die Zahl der Erasmus-Studierenden der SOWI.

Besonders auffallend dabei ist, dass es mehr Frauen als Männer ins Ausland zieht. Für Michelle Heller vom Büro für internationale Beziehungen liegt der Grund dafür auf der Hand: „Die Frauen sind einfach mutiger!“

 

Natur, Berge und Gastfreundschaft als Auswahlkriterien

Das scheint auch auf Diana Misheva aus Bulgarien zuzutreffen, die sich im Zuge ihres BWL-Studiums ganz alleine auf den Weg nach Innsbruck gemacht hat. Zwar gibt sie zu, dass sie „ein wenig Angst“ davor hat, alleine zu sein, aber sie gibt sich gleichzeitig auch optimistisch und hofft, bald andere Leute kennen zu lernen.

Doch Alicja Waszak aus Polen kann sie diesbezüglich beruhigen. Sie studiert bereits seit einem Semester Psychologie in Innsbruck und hat hier schnell Freunde gefunden. Sie mag an den Österreichern besonders, dass „sie sehr verlässlich und hilfsbereit“ sind.

Die beiden Geschichtestudentinnen Eva Benetkova und Alžběta Vyskočilova aus der tschechischen Republik haben sich unter anderem wegen der interessanten Stadt, der Natur und der Berge für ein Auslandssemester in Innsbruck entschieden. Neben ihrem Studium möchten sie auch einige Sehenswürdigkeiten besuchen und die Kultur Österreichs kennen lernen.

 

Starke Unterstützung beim Knüpfen von Kontakten

Unterstützung erhalten sie dabei vom Erasmus Student Network. Dabei handelt es sich um eine non-profit-Organisation, die europaweit über 6.000 Studierende betreut. Mit zahlreichen Veranstaltungen wie z.B. einer Reise nach Venedig, einer Stadtführung oder dem Non-Stop-Culture Fest versucht das ESN-Team die Erasmus-Studierenden dabei zu unterstützen, sowohl untereinander als auch zu österreichischen Studierenden Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen.

 

LFU-Studierende helfen als "Buddies"

Besonders hilfreich für die Erasmus-Studierenden sind auch die „Buddies“. Das sind Studierende der LFU, die sich freiwillig dazu bereit erklären, die Neuzugänge aus dem Ausland in ihre Obhut zu nehmen und ihnen in der ersten Zeit dabei zu helfen, sich in der Uni und der fremden Stadt zu Recht zu finden.

Eine von ihnen ist Carina Brunner, die an der LFU Geographie und Französisch auf Lehramt studiert. Sie hat sich dazu entschieden, ein „Buddy“ zu werden, da sie selbst schon einmal als Erasmus-Studentin in Frankreich war und aus eigener Erfahrung weiß, wie hilfreich es sein kann, wenn man vor Ort eine Kontaktperson hat, durch die man sich „nicht so verloren“ fühlt.

Auch Michelle Heller hält die Unterstützung durch „Buddies“ für sinnvoll und wichtig, „weil sie bei den Anmeldungen oft die Probleme aus eigener Erfahrung besser kennen und deshalb besser helfen können.“