Schüleransturm an der LFU Innsbruck

Über 60 Vorträge und Führungen sowie zahlreiche Informationsstände an sechs Standorten der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck fanden gestern anlässlich des Tags der offenen Tür statt. Die LFU öffnete ihre Pforten für rund 10.000 interessierte Schülerinnen und Schüler vor allem aus Südtirol. Rektor Manfried Gantner war selbst in der Beratung der SchülerInnen engagiert.
v.l.: Rektor Manfried Gantner berät die SchülerInnen Daniel Wukowitsch, Nadine Oberdanner, Thomas Wohlfahrtstätter, Christoph Esterl, Kathrin Zauner, Martin Thaler und Kristin Unterbrunner in seinem Büro.
Bild: v.l.: Rektor Manfried Gantner berät die SchülerInnen Daniel Wukowitsch, Nadine Oberdanner, Thomas Wohlfahrtstätter, Christoph Esterl, Kathrin Zauner, Martin Thaler und Kristin Unterbrunner in seinem Büro.

Um 9.00 Uhr fand gestern die offizielle Begrüßung der zukünftigen Studierendengeneration an der LFU in der Aula des Universitätshauptgebäudes statt. Rektor Manfried Gantner erklärte den SchülerInnen die Eckpunkte des Studiums und einer Universität, angefangen beim Entwicklungsplan und dem neu ausverhandelten Milliardenpaket, über die Infrastruktur der Universitätsgebäude und den Studienbeitrag, bis hin zu der neuen Bologna-Studienarchitektur: „Sie erhalten für einen Studienbeitrag von zwei Euro pro Tag eine ungeheure Gegenleistung. Sie erwerben an der Universität neben der fachlichen auch eine überfachliche Qualifikation“, betont Rektor Gantner.

 

Die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen und sich auf neue Gegebenheiten einstellen zu können, ist entscheidend. Diese Berufsvorbildung bietet nur ein Hochschulstudium. Im Lernen lernen, in der forschungsgeleiteten Lehre und in der Selbstorganisation des Studiums besteht auch der wesentliche Unterschied zu den Fachhochschulen.

 

Persönliche Beratung im Rektorsbüro

Anschließend lud Rektor Gantner eine Gruppe von interessierten SchülerInnen in sein Büro zum Informationsaustausch bei Kaffee. „Ich möchte Chemie studieren“, merkt Kathrin Zauner aus Telfs sehr bestimmt an: „Während der Schulzeit hatte ich bereits drei Jahre Chemie. Das Fach interessiert mich sehr. Ich glaube dass die Chemie Zukunftsberufe hervorbringt, weil sie sich nicht mit Computern ersetzen lassen.“ Zum Tag der offenen Tür meint sie: „Ich wollte mich heute informieren über die Möglichkeiten nach diesem Studium und vor allem möchte ich mit Studierenden der Chemie reden. Deshalb finde ich diese Veranstaltung sehr toll und sinnvoll. Der Empfang den man uns bereitet hat, war sehr nett. Ich glaube es können nicht viele von sich sagen, dass sie bereits am ersten Tag mit dem Rektor Kaffee getrunken haben“, lächelt sie verschmitzt.

 

Umfassende Information erleichtert Entscheidung

Am Tag der offenen Tür hatten rund 10.000 SchülerInnen aus Tirol, Südtirol, Vorarlberg, Salzburg oder Liechtenstein die Möglichkeit Informationen rund ums Studium aus erster Hand zu erhalten. Allgemeine Informationsstände, wie der Alumni-Verein, das Internationale Sprachenzentrum, die ÖH oder die Studienabteilung nahmen professionelle Beratung zur Organisation des Studiums vor. An den Standorten Technik, SoWi, Theologie, Innrain, USI und Botanischer Garten, konnten die SchülerInnen sich Wissen zu den verschiedenen Studienrichtungen im Gespräch mit Studierenden, FachvertreterInnen und ProfessorInnen aneignen. Vorlesungen, Führungen und Ausstellungen ergänzten das breite Informationspaket.

 

„Heute kann ich mir endlich einmal anschauen, wie das auf einer Universität so abläuft. Ich kann hineinschnuppern in eine Vorlesung aus JUS. Das wollte ich schon immer einmal“, freut sich Andreas Wurzer, angehender Jurist aus Südtirol: „Ich werde nächstes Jahr sicher hier in Innsbruck JUS studieren, denn ich will Anwalt werden“, ergänzt er.

 

Auch die Schülerin Angela Muxel aus Vorarlberg kann sich ihre Zukunft an der LFU Innsbruck sehr gut vorstellen. „Ich würde nächstes Jahr gerne studieren, aber ich weiß noch nicht was. Mich interessieren die technischen Richtungen, aber auch Sprachen und Geschichten“, erzählt sie: „Deshalb nutze ich heute den Tag der offenen Tür um mir einen Überblick zu verschaffen und vielleicht etwas sicherer zu werden. Ganz sicher sehe ich mir heute noch die Technik an und nehme an einer Vorlesung teil“.

 

Zur kurzfristigen Blockade des Universitätshauptgebäudes meinte Gantner: „Die Demonstranten fordern einen freien Hochschulzugang, deshalb ist es interessant, dass sie gerade Ihnen – der nachfolgenden Studierendengeneration - heute am Tag der offenen Tür den Zugang zu Information und Wissen versperren.“