Georg und Christine Sosnovsky-Preis 2005 vergeben

Der diesjährige Georg und Christine Sosnovsky-Preis wurde am Montag an der Universität Innsbruck an DI Dr. Claudia Höbartner in Anerkennung ihrer hervorragenden Dissertation vergeben. Höbartner beschäftigte sich in ihrer Dissertationsschrift mit chemisch modifizierter RNA. Der Preis zur Förderung von NachwuchsforscherInnen in der Chemie ist mit 2000 Euro dotiert.
v.l. Prof. Joachim G. Schantl, Preisträgerin DI Dr. Claudia Höbartner, Prof. Ronald Micura, VR Tilmann Märk
Bild: v.l. Prof. Joachim G. Schantl, Preisträgerin DI Dr. Claudia Höbartner, Prof. Ronald Micura, VR Tilmann Märk

Die Dissertationsschrift von Dr. Claudia Höbartner trägt den Titel „Der Einfluss von Nukleobase-Alkylierungen auf RNA Sekundärstrukturen und die Synthese von 2’-Selenomethyl-RNA“. Kern ihrer Forschungen ist die Ribonukleinsäure (RNA), ein mit der DNA verwandter Erbgut-Baustein.

„Es ist ein besonderes Anliegen, dass Forschung und wissenschaftliches Arbeiten gefördert wird und herausragende Ergebnisse – wie diese Dissertation – honoriert werden“, sagte Prof. Tilmann Märk, Vizerektor für Forschung. Er  übergab den Preis in Vertretung der Stifter Christine und Georg Sosnovsky an Dr. Claudia Höbartner. Doktorvater Prof. Ronald Micura  ist von der Preisträgerin begeistert: „Sie fällt als engagierte  Wissenschafterin auf, verfügt über ein hohes wissenschaftliches Verständnis für chemische und biologische Vorgänge und zeigt ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Teamgeist“. „Ohne das Team um Prof. Ronald Micura wäre diese Dissertation nicht möglich gewesen“, erinnert Dr. Höbartner an die gute Zusammenarbeit. „Ich möchte mich beim ganzen Team und bei den Stiftern des Preises bedanken“, so die Chemikerin.

In einem Vortrag gab Höbartner einen Einblick in ihre Dissertations-Forschungsarbeit und zeigte zugleich, woran sie derzeit im Rahmen eines Erwin-Schrödinger-Stipendiums als Post-Doc-Researcher an der University of Illinois at Urbana-Champaign in den USA forscht. Zur Preisverleihung ist sie extra angereist.

Der Preis wurde im Jahr 2000 erstmals verliehen. Jährlich wird eine herausragende Dissertation aus dem Fachbereich Chemie der Universität Innsbruck ausgezeichnet. Die eingereichte Arbeit wird von einem Kuratorium beurteilt und für preiswürdig erachtet. Die Stifter des Preises, Christine und Georg Sosnovsky, haben in Innsbruck Chemie studiert und sind AbsolventInnen der Leopold-Franzens-Universität. „Es ist schön zu sehen, dass sich Alumni an ihre Alma Mater erinnern, ich möchte den Stiftern besonders danken“, betonte Vizerektor Märk.

In Übersee haben Georg und Christine Sosnovsky Karriere gemacht. Christine Sosnovsky war zuletzt für den Bereich Recycling in der Metropole Chicago verantwortlich, Prof. Georg Sosnovsky ist Emeritus Professor und Adjunkt Professor der University of Wisconsin in Milwaukee.