XI. Weltkongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik

Vom 26. August bis zum 3. September fand in Paris der XI. Weltkongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) statt. Auf diesem Großereignis mit rund 1.200 TeilnehmerInnen aus 50 Ländern waren das Institut für deutsche Sprache, Literatur und Literaturkritik und das Brenner-Archiv der LFU mit insgesamt 7 ReferentInnen stark vertreten.
XI. Weltkongress der IVG
Bild: XI. Weltkongress der IVG

Im Rahmen des Weltkongresses wurden insgesamt, aufgeteilt auf 30 Sektionen, 700 Vorträge gehalten.

 

In der momentan besonders aktuellen Frage nach der „Multikulturalität in der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur“ fand der Vortrag von Veronika Bernard über „Multikulturalität in zeitgenössischer Literatur – gibt es sie wirklich?“ besondere Beachtung. In der Sektion „Divergente Kulturräume in der Literatur“ sprach Wolfgang Hackl „Zur Funktion der Fremdheit in Adalbert Stifters Abdias“.

 

Johann Holzner, der Leiter des Brenner-Archivs, und Sieglinde Klettenhammer widmeten sich Themen im Umfeld der Literatur Tirols: Während Holzner in der Sektion „Der Streit über die literarische Moderne“ „Das Verblühen der kritischen

Heimatliteratur im Schatten der Wiener Moderne“ zur Diskussion stellte, präsentierte Klettenhammer die geplante neue Franz Tumler-Ausgabe (in der Sektion Editionsphilologie).

 

Im Rahmen von „Nationalliteratur und Weltliteratur“ referierte Stefan Neuhaus über „Das Triviale der Nation“. Sigurd Paul Scheichl artikulierte (in der Sektion Lexikologie) Wünsche der Literaturwissenschaft an Wörterbücher. Wolfgang Wiesmüller schließlich verknüpfte unter dem Sektionstitel „Europadiskurse in der deutschen Literatur und Literaturwissenschaft“ Ergebnisse zweier Innsbrucker Forschungsbereiche, an denen er beteiligt ist: „Die Europadiskussion im 19. Jahrhundert und der historische Roman. Am Beispiel von Adalbert Stifters Witiko.“

 

Ein erfreulicher Beweis für die internationale Ausstrahlung des Instituts für

deutsche Sprache, Literatur und Literaturkritik ist, dass der sehr erfolgreiche und anregende Kongress, der alle 5 Jahre stattfindet, auch Referatvorschläge von mehreren heute an anderen Institutionen (in Australien, Deutschland, Frankreich und Japan) tätigen Absolventinnen und Absolventen angenommen hat.