Der Erste Weltkrieg in Bildern, Literatur und Kunst

Die Ausstellung „Die düstern Adler. Der Erste Weltkrieg in Kunst, Literatur und Alltag. Wahn und Wirklichkeit“ wurde vor kurzem durch den Landeshauptmann von Südtirol, Luis Durnwalder, auf Schloss Tirol eröffnet. Veranstaltet wird sie vom Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol, vom Stadtmuseum Meran und vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck.
Ausstellung „Die düstern Adler. Der Erste Weltkrieg in Kunst, Literatur und Alltag. Wahn und Wirklichkeit“
Bild: Ausstellung „Die düstern Adler. Der Erste Weltkrieg in Kunst, Literatur und Alltag. Wahn und Wirklichkeit“

Im ersten Teil der Ausstellung geben Manuskripte, Bücher, Gemälde und graphische Arbeiten einen Einblick in die Literatur und die Kunst während des Ersten Weltkriegs und in den Jahren danach. Die 300 Objekte sollen die unterschiedlichsten Standpunkte zeigen, die die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" hervorgebracht hat. Höhepunkte dieses Ausstellungsteils sind Manuskripte und Briefe von Trakl und Remarque, handsignierte Erstausgaben von D’Annunzio und Hemingway sowie Kunstwerke von Dix, Kokoschka und Schiele.

Anhand von Beständen des Brenner-Archivs, das sich als Gesamttiroler Literaturarchiv bewährt, wird der Beitrag von Tiroler Autoren zu diesem Krieg – sei es als Kriegsberichterstatter oder als Kriegsdichter (‚poetische Mobilmachung’) – veranschaulicht und zugleich der literarischen Verarbeitung des Kriegs durch Trakl gegenübergestellt. Dokumentiert wird, wie Karl Kraus Berichte des „Brenner“-Herausgebers Ludwig v. Ficker von der Front für die „Fackel“ und die „Letzten Tage der Menschheit“ verwendet hat.

Den zweiten Teil der Ausstellung bildet Markus Vallazzas Interpretation der Tragödie „Die letzten Tage der Menschheit“. Im dritten Teil der Ausstellung wird dokumentiert, wie hart der Kriegsalltag für die Bevölkerung an der „Heimatfront“ war. Die anfängliche Kriegseuphorie wird ebenso wie die darauf folgende Ernüchterung und das katastrophale Kriegsende durch eindrucksvolle Fotografien von Albert Ellmenreich, dem damaligen Redakteur der „Meraner Nachrichten“, belegt. Dauer der Ausstellung ist bis 15. November 2005.