100 Jahre Romanistik Innsbruck

Das Institut für Romanistik der Universität Innsbruck wird heuer 100 Jahre alt. Und da die Romanen es verstehen, Feste zu feiern, ist ein buntes Potpourri von Veranstaltungen für das Festjahr geplant. Gestern hielt Francisco Ferrero-Campos, der Direktor des Instituto Cervantes, einen Festvortrag über lateinamerikanische Literatur.
Romanistik
Romanistik
Das Institut für Romanistik wurde am 2. August 1904 als "Seminar für romanische Philologie" gegründet. Vorausgegangen war die Errichtung eines "Lehrstuhls für romanische Philologie" 1899. Dieser Lehrstuhl wurde mit Theodor Gartner besetzt, dessen Forschungsschwerpunkte vor allem im Bereich des Rätoromanischen und Rumänischen lagen. Bereits ab 1816 hatte es in Innsbruck, aufgrund der besonderen sprachlichen Situation des Landes Tirol (Trentino), eine "Lehrkanzel für italienische Sprache (und Literatur)" gegeben. Später wurden die Lehr- und Forschungsschwerpunkte um französische und spanische Sprache und Literatur erweitert. Heute sind am Institut ausschließlich weibliche Professorinnen tätig: Petra Braselmann, Eva Lavric, Ursula Moser und Heidi Siller (Institutsvorstand). Das Team für Lehre, Forschung und Administration betreut um die 1000 Studierende.

Prominente Gäste
Wer kennt nicht Francisco Ferrero-Campos! Der Direktor des Instituto Cervantes und Ehemann von Außenministerin Benita Ferrero-Waldner sprach gestern über lateinamerikanische Literatur und traf sich anschließend mit Tiroler HispanistInnen aus Schule und Universität. Am 30. November zeigen bekannte Persönlichkeiten wie Lorenz Gallmetzer (ORF, Arte), Dr. Mathilde Schwabeneder (ORF) und Dr. Irene Freudenschuß-Reichl (UNO), Mag. Birgit Fenderl (ORF) und Dr. Iris Radisch (Die Zeit) in einer Podiumsdiskussion, was ihnen ihr Romanistikstudium für ihre Karriere und für ihr Leben gebracht hat.

Literatur, Kino und Theater
Calixte Beyala, die schöne und berühmte französische Schriftstellerin, kommt für eine Lesung nach Innsbruck (15. Juni, Literaturhaus am Inn). CineRomania heißt es auch im Leokino, das zwei Tage lang Filmklassiker aus Frankreich, Spanien und Italien bringt. Zum Abschluss gibt es ein Fest mit Chansons und heißen Rhythmen. (Godard: "A bout de souffle", Solanas: "El Sur", Visconti: "La terra trema", 28.-29. Juni). Das Theater wird selbst gemacht:. Romanistik-StudentInnen haben mit ihren LektorInnen Stücke in Italienisch, Französisch und Spanisch einstudiert. Achtung: Ihre Begeisterung und gute Laune sind ansteckend!

Einladung zum "Schnuppern"
Junge Frankreich-, Italien-, Spanienfans und solche, die es werden wollen, können den Europäischen Tag der Sprachen am 27. September mitfeiern, mit Schnupperkursen für (Oberstufen-) SchülerInnen und einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Quiz, Namenbüro, Musik und vielem mehr. Für die etwas Jüngeren (Unterstufe) gibt’s eine ähnliche Veranstaltung im Rahmen der Aktionstage der Jungen Uni am 12.-13. November (sp)