Forschend lernen statt Schulbank drücken

Das Impulsprojekt „Forschend lernen – Partnerschaften zwischen Volksschulen und Science Center Einrichtungen“ wurde am 19. Mai im Botanischen Garten der Uni Innsbruck im Beisein von Stadträtin Christine Oppitz-Plörer vorgestellt. Im Mittelpunkt standen insbesondere die beteiligten SchülerInnen, die vorführten, was sie in den vergangenen Monaten „forschend“ erlernt hatten.
Jungforscher führen Versuche zum Thema Blattfall im Herbst durch.
Bild: Jungforscher führen Versuche zum Thema Blattfall im Herbst durch.

Vor den Augen von Stadträtin Christine Oppitz-Plörer, den Bezirksschulräten Ferdinand Treml und Hans Kammel sowie zahlreichen Eltern schlüpften die kleinen Forscherinnen und Forscher in Labormäntel, experimentierten mit Chlorophyll, identifizierten im Botanischen Garten eine Reihe von Bäumen und bestimmten Holzarten anhand ihrer Eigenschaften. Wie man dabei vorgehen muss, haben die Volksschüler in insgesamt drei Unterrichtsmodulen zu den Themen Baumwachstum, Blütenökologie/Bestäuber und Blattfall im Herbst gelernt. Diese wurden von der Grünen Schule unter der Leitung von Dr. Suzanne Kapelari in Zusammenarbeit mit sechs Volkschullehrinnen entwickelt. Eine Bereicherung war das Projekt nicht nur für jene 120 Dritt- und Viertklassler, die die Schulbank mit dem Botanischen Garten tauschen durften: „Auch wir haben viel dazugelernt“, meint eine  der beteiligten Pädagoginnen anlässlich der Präsentation.

 

Modellpartnerschaften für innovativen Unterricht

Das im Rahmen der Initiative Generation Innovation vom BMVIT geförderte, österreichweite Projekt „Forschend lernen“ wird vom Science Center Netzwerk koordiniert und von Dipl.-Ing. Otto Schütz geleitet. Es zielt darauf ab, das Interesse von Kindern an naturwissenschaftlichen Themen bereits im Volksschulalter nachhaltig zu wecken. Das Potenzial von Science Center Einrichtungen wie dem Botanischen Garten soll durch eine enge Zusammenarbeit mit Schulen genützt und selbständiges, forschendes Lernen in den Volksschulen gefördert werden.

 

Sechs Science Center Einrichtungen in fünf Bundesländern arbeiten mit insgesamt 36 Volksschulklassen der zweiten Schulstufe (3. und 4. Klasse), den regionalen Schulbehörden und Bildungseinrichtungen ein Jahr lang zusammen. Gemeinsam werden im Schuljahr 2008/2009 Module zur Vermittlung von naturwissenschaftlichen Fragen für den Sachunterricht im Grundschulbereich entwickelt und erprobt. Dieser Prozess erfolgt durch regen Erfahrungsaustausch der Science Center Einrichtungen untereinander sowie in Zusammenarbeit mit regionalen Fachdidaktikeinrichtungen und wird begleitend beforscht.

(ef)