Wissenschaftsminister besuchte Uni Innsbruck

Nach der Eröffnung der Technologiegespräche beim Europäischen Forum Alpbach stattete Bundesminister Johannes Hahn am Donnerstagnachmittag der Uni Innsbruck einen Besuch ab: Neben einer Besichtigung des Institutes für Quantenoptik und Quanteninformation wohnte er auch der Präsentation des Projektes Sparkling Science am Institut für Theoretische Chemie bei.
v.l.: Prof. Rainer, Andreas Lichtenberger, Prof. Rode und BM Hahn bei der Besichtigung
Bild: Sparkling Science Teilnehmer Andreas Lichtenberger (2v.l.) erklärte Prof. Rainer und BM Hahn (v.l.) einen Versuch. Im Hintergrund: Prof. Rode

Projekt-Leiter Prof. Bernd-Michael Rode präsentierte Bundesminister Hahn in Anwesenheit von Rektor Karlheinz Töchterle, Vizerektor Tilmann Märk, Universitätsrats-Vorsitzendem Johannes-Michael Rainer und Dekan Andreas Bernkop-Schnürch Ziele, Themen und Ablauf des 10-monatigen Projektes.

 

Sparkling Science

Ziel des vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung unterstützten Projektes „Sparkling Science“ ist es, hochbegabte Schüler von AHS und HTL für naturwissenschaftliche Studien zu motivieren, deren vorhandene Talente und Interessen systematisch aufzubauen und zusätzliches Wissen zu vermitteln, und die Schüler schrittweise in die universitäre Spitzenforschung einzubinden.

 

„Die  Faszination der naturwissenschaftlichen Studien ist nicht durch Studienpläne und Inhaltsangaben bei Informationsveranstaltungen zu vermitteln, denn es ist vor allem der Forschungsaspekt und der damit verbundene Vorstoß in wissenschaftliches Neuland, der begeistern und motivieren kann“, ist Prof. Rode überzeugt.

 

Im Rahmen des Projektes befassen sich die insgesamt sieben Schüler des Akademischen Gymnasiums Innsbruck und der HTL Innsbruck mit  Themen wie Computersimulationen chemischer Systeme mittels klassischer Molekulardynamik und dem Vergleich der Ergebnisse mit quantenmechanischen Simulationen sowie mit Simulationsexperimenten zu den Vorgängen auf der Urerde vor ca. 3,5 Milliarden Jahren zur Aufklärung der chemischen Evolution zum Ursprung des Lebens.

 

Dass das Konzept von Prof. Rode aufgeht, zeigt sich in der Begeisterung, mit der die Schüler bei der Sache sind. „Kostenfreie Vorlesungen, aktive Mitarbeit in der Spitzenforschung, Taschengeld, zur Verfügung gestellte High-Performance-PC´s und Universitäts-Connections - Was will man mehr als an Naturwissenschaften begeisterter Jugendliche“, bringt es der Schüler Andreas Lichtenberger auf den Punkt. Auch Bundesminister Hahn zeigte sich von „Shining Science“ begeistert: „Ich begrüße es sehr, wenn Schüler in die Wissenschaft eingebunden werden. In diesem Bereich ist Geld immer gut angelegt, weil die Verzinsung immer stimmt“, so Hahn.

 

IQOQI

Im Anschluss besuchte Hahn in Begleitung der Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf das Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI). Dort führte Prof. Rainer Blatt Minister Hahn und der Tiroler Landesrätin für Wirtschaft, Patrizia Zoller-Frischauf, den Prototypen eines zukünftigen Quantencomputers vor. Im Labor von Nachwuchsforscher Dr. Florian Schreck konnten die Gäste einen Blick auf den kältesten Ort der Welt werfen, wo nahe am absoluten Nullpunkt ultrakalte atomare und molekulare Quantengase erforscht werden. Minister Hahn zeigte sich beeindruckt von Forschungsstätten und nahm sich im Anschluss viel Zeit, um mit den Wissenschaftlern – unter ihnen die beiden START-Preisträger Hartmut Häffner und Piet Schmidt – über die langfristige Entwicklung des erfolgreichen Physik-Standortes Innsbruck zu sprechen. Dabei kamen auch Fragen wie die Nachwuchsförderung und die Berufungspolitik zur Sprache. Im Anschluss traf sich der Wissenschaftsminister mit Prof. Sabine Schindler, der Leiterin des Instituts für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck, zu einem Gespräch.

(ip)

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