Die Universität Innsbruck erhält einen UNESCO-Chair für Friedensstudien

Durch die Errichtung eines UNESCO-Lehrstuhls erfährt der international renommierte Innsbrucker Universitätslehrgang für Friedensstudien eine weitere Aufwertung. Die feierliche Übergabe an den Chairholder Prof. DDr. Wolfgang Dietrich fand am Freitag, dem 4. Juli um 18:00 Uhr in der Aula der Universität Innsbruck statt.
Prof. DDr. Wolfgang Dietrich
Prof. DDr. Wolfgang Dietrich

Der Universitätslehrgang für Friedensstudien wurde 2001 als Kooperation zwischen der Universität und dem Land Tirol eingerichtet. Die Besonderheiten seines Curriculums machten ihn zu einem der international renommiertesten Lehrgänge dieser Art, der Studierende aus aller Welt anlockt und zwischen 60 und 70 AbsolventInnen pro Jahr hervorbringt. „Die Nachfrage nach Studienplätzen ist besonders in den letzten zwei Jahren explodiert. Obwohl wir die ursprüngliche TeilnehmerInnen-Beschränkung von 25 Personen mehr als verdoppelt haben, müssen wir 80% der Interessenten ablehnen“, erklärt der Lehrgangseiter und künftige UNESCO-Chairholder Prof. DDr. Wolfgang Dietrich.

 

UNESCO-Chair als internationales Gütesiegel für Innsbrucker Lehrgang

Der Universitätslehrgang für Frieden, Entwicklung, Sicherheit und Internationale Konflikttransformation – wie seine vollständige Bezeichnung lautet – kooperiert mit hochrangigen Institutionen im Ausland wie z.B. mit der UN-Friedensuniversität mit Sitz in Costa Rica und dem UNESCO-Chair für Friedensphilosophie an der Universität Castellón in Spanien. Auf lokaler Ebene arbeitet er u.a. mit dem Österreichischen Bundesheer, dem Roten Kreuz, der Landesfeuerwehrschule, der Hermann-Gmeiner-Akademie und der Native Spirit Wildnisschule zusammen.  Das besondere Profil des Lehrgangs sowie seine hervorragende internationale Vernetzung haben die UNESCO auf den Standort Innsbruck aufmerksam gemacht und waren mit ausschlaggebend für die Errichtung des Lehrstuhls. Die vertragliche Vereinbarung dazu wurde kürzlich vom Generaldirektor der UNESCO, Koichiro Matsuura, und dem Rektor der Universität Innsbruck, Karlheinz Töchterle, unterzeichnet.

„Einen UNESCO-Lehrstuhl zu bekommen ist für eine Universität eine besondere Auszeichnung“, ist Prof. Dietrich überzeugt. Der Lehrstuhl sei das höchstmögliche Gütesiegel auf internationaler Ebene und werte auch den Universitätsstandort Innsbruck auf, so der künftige Chairholder weiter.

 

Zur Person des UNESCO-Chairholders

Prof. DDr. Wolfgang Dietrich stammt aus Silz im Oberinntal, promovierte als Historiker und Jurist, habilitierte sich in Innsbruck als Politologe, ehe er eine internationale Karriere als Universitätslehrer begann, die ihn im Laufe der Jahre an namhafte Universitäten aller Kontinente führte. Er initiierte an mehreren Orten internationale Universitätslehrgänge für Regional- und Friedensstudien und publizierte mehr als 200 wissenschaftliche Texte, ehe er als Leiter des Universitätslehrgangs für Friedensstudien nach Innsbruck zurückkehrte. Er bereitet im Auftrag der UNESCO eine eigene internationale Schriftenreihe des Innsbrucker UNESCO-Chairs vor. 

(us)