wahlkabine.at zur Tiroler Landtagswahl gestartet

Die Internet-Entscheidungshilfe zur Tiroler Landtagswahl startete am 27. April. Das Innsbrucker Institut für Politikwissenschaft ist maßgeblich an dem Projekt beteiligt.
Symbolbild [Foto: pixelio.de]
Bild: Symbolbild [Foto: pixelio.de]

„Seit dem Start zur Nationalratswahl 2002 kommt die Internet-Wahlkabine auch bei Landtagswahlen regelmäßig zum Einsatz. Anhand der Beantwortung von Fragen zu verschiedenen Themenbereichen erhalten die User eine Orientierungshilfe zu den Inhalten, die Ihnen wichtig sind“, erklärt Prof. Gilg Seeber, der das Projekt am Institut für Politikwissenschaften der Uni Innsbruck koordiniert. Die 26 Fragen reichen von „Soll das Land Tirol die Errichtung von Minaretten bei islamischen Glaubenstätten untersagen?“ über „Soll Tirol in eigenen Tankstellen preisregulierte Treibstoffe abgeben?" bis zu „Soll sich das Land Tirol mehr für Politische Bildung an Schulen einsetzen?“

 

„Wahlkabine.at will aber keine Wahlempfehlungen erteilen, sondern dient zur Überprüfung der Übereinstimmung von individuellen Positionen mit denen der wahlwerbenden Parteien. Die Parteien haben dabei die Möglichkeit, die Fragen selbst zu beantworten und eine Gewichtung vorzunehmen“, so der Politikwissenschaftler. Ein unabhängiges Redaktionsteam überprüft die Validität und gewährleistet eine ausgewogene Themenauswahl, die auch dem Faktum Rechnung trägt, dass sich die programmatischen Grundlagen der Parteien oft wenig unterscheiden.

 

wahlkabine.at ist ein Projekt des Instituts für Neue Kulturtechnologien in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft, der Gesellschaft für Politische Aufklärung sowie dem Institut für Politikwissenschaft der Uni Innsbruck. Seit 2002 wurde die online-Entscheidungshilfe mehr als 1.200.000 Mal bei Landtags- und Nationalratswahlen genutzt und verbucht 40 Millionen Beantwortungen von Einzelfragen.

 

„Das Engagement in der Politischen Bildung gehört zum Selbstverständnis des Innsbrucker Instituts für Politikwissenschaft, in diesem Bereich verfügen wir über langjährige Kompetenz. Wir wollen mit unserem Know-How im Zuge der Wahlauseinandersetzung zu einer sachlichen, d.h. an politischen Themen orientierten Debatte beitragen und den Bürgern und Bürgerinnen deutlich machen, dass Wählen Teilnahme an der Entscheidung über Tirols Zukunft bedeutet“, betont Seeber.

   

Text: Susanne Röck

 

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