Junge Uni suchte „NachwuchsforscherInnen“

Keine Grenzen kannte der Ideenreichtum der 12 Schülergruppen aus Tirol, Südtirol, dem Trentino und Graubünden, die vergangene Woche ihre Projekte beim Finale des Schülerwettbewerbs „Junge Forscher gesucht!“ präsentierten.
Die ersten drei Gewinnerteams bei Schülerwettbewerb "Junge Forscher gesucht" mit VR Arnold Klotz
Bild: Die ersten drei Gewinnerteams bei Schülerwettbewerb "Junge Forscher gesucht" mit VR Arnold Klotz

Das Finale des 4-Länder-Schülerwettbewerbs fand am Donnerstag und Freitag am Technik Campus der Universität Innsbruck statt und war bis zum Schluss hin spannend. Von 43 eingereichten Projekten aus Tirol, Südtirol, dem Trentino und Graubünden schafften es 12 junge ForscherInnen ins Finale. Dort mussten die Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 20 Jahren ihre Projekte vor einer internationalen Jury präsentieren und Fragen kompetent beantworten.

 

Das Besondere am Wettbewerb „Junge Forscher gesucht!“ ist die Durchführung in den vier Regionen Tirol, Südtirol, dem Trentino und Graubünden. „Wir wollen Jugendliche stärker für die Wissenschaft und Forschung interessieren und sie sollen auch lernen, über die Grenzen zu blicken, und erkennen, wie wichtig Sprachen in Europa sind“, meinte Arnold Klotz, Vizerektor für Infrastruktur der Universität Innsbruck, bei der Preisverleihung. Der Wettbewerb wurde in deutsch, italienisch und englisch durchgeführt.

 

Grenzenlose Ideen

Den ersten Platz im Wert von 4.000 Euro, zur Verfügung gestellt von der Stiftung Südtiroler Sparkasse, gewannen die Südtiroler Schüler Maurizio Giaffredo, Sebastian Cincelli, Francesco Randi, Patrick Harasser und Stefano Chinaglia von der Schule „Liceo scientifico europeo salesiani rainerum” in Bozen. Sie bestachen beim Wettbewerb durch ihre Idee, einen Roboter zu bauen, der Touristen durch Bozen führt.

 

Die drei begeisterten Technikfreaks aus dem Tiroler Oberland Peter Scherl, Michael Lechleitner und Michael Stefan Moosbrugger von der HTL Anichstraße kamen auf den zweiten Platz (2.500 Euro). Sie konnten die die internationale Jury mit ihrem Projekt „Präzisionswuchtvorrichtung für hochdrehende Maschinenteile“ beeindrucken. Dabei erklärten sie plausibel, wie ihr Prüfstand in der Praxis verwendet wird. Schon kleinste, unpräzise gefertigte Teile können etwa zu Flugzeugabstürzen oder ähnlichen Katastrophen führen.

 

Für ihre Arbeit „Astrophysik – Die Geheimnisse der Sterne entschleiern“ bekam Elena Bazzanella aus dem Trentino den dritten Preis (2.000 Euro) Sie hatte sich mit dem Sichtbarmachen des Lichts, das uns aus dem Weltall erreicht, beschäftigt.

 

Das Niveau aller Projekte sei beeindruckend gewesen, freute sich die Leiterin der Jungen Uni, Silvia Prock. „Die Schülerinnen und Schüler haben auch Kontakte knüpfen können, was auch ein Ziel der Veranstaltung war.“

 

Die Universität Innsbruck führte den Wettbewerb in Zusammenarbeit mit den Partnern in Südtirol, (EURAC-Europäische Akademie), im Trentino (Provincia Autonoma di Trento) und Graubünden (Academia Engiadina) durch. In zwei Jahren werden neue junge Forscher gesucht.

Text: Silvia Prock/ bearbeitet von Susanne Röck

 

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