Warm anziehen- wir reisen zum kalten Polar!

Im Rahmen des Ferienzuges der Stadt Innsbruck bot die Junge Uni erstmals auch in den Semesterferien ein Programm aus den Bereichen Dendrochronologie, Ökologie, Architektur und Meteorologie für Kinder an. Thema war das Internationale Polarjahr 2008.
An der Fakultät für Architektur entstand „Universitopia“
Bild: An der Fakultät für Architektur entstand „Universitopia“

Die Lust am Forschen und auf Abenteuer, und der Spaß am gemeinsamen Entdecken lockten in den Semesterferien junge Hobbyforscher an die Universität. Carl Weyprecht, der Begründer des ersten Polarjahres 1882-1883, wäre bestimmt stolz und erfreut gewesen, wenn er gewusst hätte, dass 45 begeisterte JungforscherInnen in Innsbruck Eis, Gletscher und Polare erkunden.

 

Leben im Eis

Warum treffen sich Eisbären und Pinguine nie? Was lebt im ewigen Eis? Wie wohnt man an den Polen und was ist ein „White-out“? Diese und andere spannende Fragen beantwortete die Polarforscherin Birgit Sattler. Fasziniert von Bildern, Geschichten und Berichten erfuhren die Kinder so einiges über die kältesten Zonen der Erde. Nach einem abschließenden Quiz konnte ein Jungforscher sogar einen Meteoritenstein mit nach Hause nehmen!

 

Abenteuer Eis

Bei der Veranstaltung „Abenteuer Eis“ des Instituts für Meteorologie machten die Kinder mit Scratch, dem Ur-Eichhörnchen aus dem Film „Ice Age“, Bekanntschaft und erhielten Auskunft über Moränen, Gletschertore und Filzdecken, die das Abschmelzen der Gletscher verhindern sollen. Zum Schluss durften sie selbst mit einem Dampfbohrer einem Eisblock vom Gletscher anbohren, im Bohrkern waren die verschiedenen Schichten des Gletschereises gut zu erkennen.

 

Dendrochronologie - was ist das?

Elisabeth Rastbichler zeigte den Kindern, dass Bäume viel über ihr Leben und das Klima, das vor hunderten von Jahren herrschte, erzählen können, wenn man ihre Jahressringe betrachtet. Erstaunt waren die Kinder als sie hörten, dass man beispielsweise das Alter des Goldenen Dachl mit Hilfe der Dendrochronologie bestimmen kann.

 

Auf nach Flake!

In der Architekturwerkstatt waren Phantasie, Kreativität und Teamgeist gefragt. Nachdem die Kinder mit der Architektin Monika Abendstein erarbeitet hatten, was ein Dorf von einer Stadt unterscheidet und was und wer auf keinen Fall darin fehlen darf, wurde eifrig geplant und ein Dorf erbaut, das „Universitopia“ genannt wurde. Mit viel Geschick und Respekt vor Säge, Schleifgeräten und Heizdrähten bastelten die jungen Architektinnen und Architekten eine Kirche, ein Freizeitzentrum, eine Post und ein Krankenhaus. In so einem schönen Ort konnte man sich gut vorstellen zu wohnen!

 

Die Junge Uni ist mit der Veranstaltung „Leben im Eis- Forschungslabor“ des Instituts für Ökologie am 17. März beim Osterferienzug mit dabei.

 

Text: Ulrike Schüller/Silvia Prock