Begeisterung für Mathematik wecken

Das Institut für Mathematik veranstaltete am 27. Februar den „Tag der Mathematik“ und lud Schülerinnen und Schüler der Oberstufe dazu ein, das Fach näher kennenzulernen.
Rudolf Taschner und Robert Tichy begeisterten die SchülerInnen mir ihren Vorträgen.
Bild: Rudolf Taschner und Robert Tichy begeisterten die SchülerInnen mir ihren Vorträgen.

In seiner Begrüßungsrede konnte der Leiter des Instituts für Mathematik, Alexander Ostermann, rund 400 SchülerInnen in Begleitung ihrer MathematiklehrerInnen an der Uni Innsbruck begrüßen. Der Tag der Mathematik, den das Institut in diesem Jahr bereits zum dritten Mal veranstaltete, soll Schülerinnen und Schüler der Oberstufe für Mathematik begeistern. „Eventuell gelingt es uns auch, einigen die Scheu vor einem Studium der Technischen Mathematik oder des Lehramtes Mathematik zu nehmen“, so Alexander Ostermann.

 

Auf dem Programm standen zwei Vorträge von renommierten Mathematikern, Kurzpräsentationen der Arbeitsgruppen am Institut sowie Informationsvorträge zum Studium und zu den Berufsaussichten für MathematikerInnen. Die Veranstaltung wurde vom Institut für Mathematik gemeinsam mit der Österreichischen Mathematischen Gesellschaft, dem Arbeitsbereich Technische Mathematik am Institut für Grundlagen der Bauingenieurwissenschaften und der Arbeitsgruppe Infmath-Imaging am Institut für Informatik organisiert.

 

Kulturgut Mathematik

Robert Tichy von der TU Graz und Rudolf Taschner von der TU Wien waren sich in ihren Vorträgen einig, dass die Bedeutung der Mathematik oft vernachlässigt wird. „Jeder kennt Gedichte von Goethe und Schiller, aber die wenigsten kennen berühmte Mathematiker“, so Taschner.  Robert Tichy betonte, dass Mathematik zur Kultur gehört, wie die Musik.

 

Seinen Vortrag  widmete Tichy der Rolle der Geometrie in der Schule. Laut Tichy soll Mathematik in der Schule systematisches Denken vermitteln. Die Fundamentalprinzipien der Geometrie spielen dabei, so Tichy, eine wichtige Rolle, um zu erkennen, wie Dinge zusammenhängen. Aus diesem Grund richtete Tichy in seinem unterhaltsamen Vortrag, der die anwesenden SchülerInnen und LehrerInnen zum Mitmachen animierte, einen Appell an die LehrInnen, in ihrem Unterricht vor allem das „Bedürfnis nach Beweisen“ zu vermitteln.  

 

Rudolf Taschner, der sich als Autor des Bestellers „Zeit Zahl Zufall. Alles Erfindung?“ und als Gründer des „math.space“, für die Mathematik als kulturelle Errungenschaft engagiert,  erklärte den Anwesenden die Entwicklung des Logarithmus.  Die Reise führte von ägyptischen Bauern, die Multiplikationen mithilfe von „Zauberregeln“ durchführten bis hin zu modernen Computern. „Sie entkommen dem  Logarithmus nie“, war eine von Taschners Schlussbemerkungen, ebenso wie sein Rat an die SchülerInnen: „Wenn Sie nach einer Rechnung das Bedürfnis haben, einen Schritt zurück zu gehen, und zu fragen, was steckt dahinter? – dann studieren Sie Mathematik.“

 

Ein öffentlicher Vortrag von Rudolf Taschner am Abend zum Thema „Zeit und Zahl“, bildete den Abschluss des Tages im Zeichen der Mathematik.

 

Text: Susanne Röck