Ein Netzwerk für Mahenge

40 Computer, die der zentrale Informationsdienst (ZID) zur Verfügung stellte, machen sich Ende Februar auf den Weg ins ferne Afrika. Mit der Aktion „PCs für eine Schule in Mahenge - Tansania“ leistet die Universität Innsbruck einen Beitrag zur besseren Ausbildung der Schüler des Kasita Seminary.
v.l.n.r.: Stöckler (ZID), Wachtler (ZID), Dr. Friedrich (Baufakultät), Montagnolli (Schenker), Stübler (Hypo), Altbischof Stecher, Dir. Pfeifer (Hypo), VR Prof. Märk (Universität), Dr. Müller (Koordinator), Vorst.Dir. Mag. Steiner (TILAK), Dr. Fleischhacker (Wasser Tirol).
Bild: v.l.n.r.: Stöckler (ZID), Wachtler (ZID), Dr. Friedrich (Baufakultät), Montagnolli (Schenker), Stübler (Hypo), Altbischof Stecher, Dir. Pfeifer (Hypo), VR Prof. Märk (Universität), Dr. Müller (Koordinator), Vorst.Dir. Mag. Steiner (TILAK), Dr. Fleischhacker (Wasser Tirol).

Die Aktion „PCs für eine Schule in Mahenge - Tansania“ wurde vom PR-Beauftragten der Baufakultät, Reinhold Friedrich, ins Leben gerufen: Während eines Aufenthalts in Tansania im Oktober 2005 erfuhr Friedrich im Gespräch mit dem Direktor des Kasita Seminary in Mahenge,  wie dringend in der öffentlichen Mittelschule Computer für die Schüler benötigt werden. Zurück in Innsbruck gewann er ZID-Leiter  Helmut Pedit als Unterstützer für seine Idee:  So konnten mit Hilfe der ZID-Mitarbeiter Johann Stöckler und Thomas Wachtler 40 PCs aus dem universitären Bestand ausgegliedert und für die Reise nach Tansania vorbereitet werden.

 

Zusammenarbeit für einen guten Zweck

Am Erfolg der Aktion waren allerdings zahlreiche weitere HelferInnen beteiligt: Der Transport von Innsbruck nach Tansania kostet rund 5.000 Euro. Die finanziellen Mittel konnten dank der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen der Universität Innsbruck, der TILAK, der Hypo Tirol Bank und der Spedition Schenker aufgebracht werden. – Hauptakteure waren neben Reinhold Friedrich, Netzwerkkoordinator Lothar Müller und Altbischof Reinhold Stecher.

Lothar Müller war einer der Hauptorganisatoren der Feier zum 85. Geburtstag des Altbischofs und zum 15-jährigen Bestehen der TILAK. Zu diesem Anlass entstand die Hilfsaktion „Wasser ist Leben“. Hierfür wurden 26 Bilder des Altbischofs versteigert. Der Erlös ging unter anderem an das Tansania-Projekt und sollte die zum damaligen Zeitpunkt veranschlagten – inzwischen leider gestiegenen – Transportkosten decken.

 

Der lange Weg nach Mahenge

Im Jänner 2007 konnte schließlich mit der Umsetzung der Aktion begonnen werden. Nach der Ausgliederung der PCs aus dem ZID-Bestand wurden diese für den Gebrauch in Mahenge adaptiert: Da Microsoft keine Lizenzen für Windows zur Verfügung stellte, installierten die Mitarbeiter des ZID eine Linux Open-Source Software auf den Rechnern, mit der Textverarbeitung und Tabellenkalkulation möglich ist.

Schenker-Direktor Hans Dieter Salcher und sein Team kümmerten sich gleichzeitig um die Organisation des Transports über Hamburg nach Dar es Salaam. Die Beschaffung der Zoll- und Einfuhrpapiere dauerte aufgrund des langen Postweges zwischen Europa und Afrika mehrere Monate und konnte Ende Dezember 2007 abgeschlossen werden.

Nach einer Vorlaufzeit von über zwei Jahren machen sich die PCs nun auf die Reise nach Mahenge. Zur Verabschiedung der Computer kamen noch einmal alle Hauptakteure im Logistik Center von Schenker in der Rossau zusammen. „Nur durch dieses Netzwerk konnte das Projekt zu einem erfolgreichen Ende gebracht werden“, bemerkte Reinhold Friedrich bei der Verabschiedung.

In Mahenge stellen die Professoren des Kasita Seminary die Computer in zwei Klassenräumen auf. Somit können alle 80 Schüler am EDV Unterricht teilnehmen, der ab Herbst angeboten wird.

Text: Almut Winkler/ bearbeitet von Eva Fessler