Standing Ovations für Heinrich Neisser

Das Institut für Politikwissenschaft gestaltete am 14. Dezember in der Aula der SoWi-Fakultät einen Festakt zur Verabschiedung von Heinrich Neisser anlässlich der Beendigung seiner Lehrtätigkeit. Die Festschrift „Europäisch Denken und Lehren“ – Herausgeber Anton Pelinka und Fritz Plasser - wurde im Rahmen dieses Festaktes übergeben.
v.l.: Dekan Fritz Plasser, Prof. Anton Pelinka und Prof. Heinrich Neisser [Foto: Mag. W. Palli]
Bild: v.l.: Dekan Fritz Plasser, Prof. Anton Pelinka und Prof. Heinrich Neisser [Foto: Mag. W. Palli]

Unter den Anwesenden befanden sich neben den Vertretern der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie, Rektor Karlheinz Töchterle, Vizerektorin Margret Friedrich, LH Herwig van Staa, Franz Fischler, Erhard Busek, Ferdinand Lacina, Paul Flora, Fritz Dinkhauser und zahlreiche weitere Honoratioren aus Politik und Gesellschaft. Die Anwesenheit zahlreicher Studierender, legte zudem Zeugnis von Qualität und Beliebtheit Neissers Lehre ab.

 

Rektor Töchterle zog Parallelen zur Nikomachischen Ethik von Aristoteles, der Heinrich Neisser mit seiner Aktivität in der Politik und seiner Analyse der Politik als Wissenschaftler durchaus entsprochen habe. „Wissenschaft darf differenzieren, in der Politik würde man das nicht verstehen“ so LH van Staa zu der Laufbahn Heinrich Neissers, der vor 10 Jahren von der Politik in die Wissenschaft auf den Jean Monnet Lehrstuhl für „Europäische Integration“ an der Universität Innsbruck  wechselte. Eine Videobotschaft von Bundespräsident Heinz Fischer hob Neisser als „einen der Menschlichkeit verbundenen Charakter“ hervor.

 

Dekan Fritz Plasser, der durch den Abend führte, lobte Prof. Neisser in seiner Laudatio als exzellenten europäischen Wissenschaftler, außergewöhnlichen Lehrer und analytischen Politiker mit Bereitschaft zum Dialog über disziplinäre Grenzen hinweg. Transdisziplinarität und Spontaneität seien wesentliche Elemente seiner Handlungen und Geisteshaltung als bekennender Europäer gewesen. So sei die Wahrheitssuche bzw. Wahrheitsfindung Aufgabe der Politikwissenschaft. Als Politikwissenschaftler in Innsbruck habe er stets den Grundsatz befolgt, sich nie in die aktuelle Tiroler Politik einzumischen.

 

Prof. Ferdinand Karlhofer, Vorstand des Instituts für Politikwissenschaft, dankte abschließend Heinrich Neisser als Kollegen, Lehrer, Forscher, Freund und bedankte sich zudem für die hervorragende Organisation des Festaktes, bei den Damen Ellen Palli, Mag. Bettina Posch, Anja Neunhäuserer und Barbara Spieß sowie dem Veranstaltungsservice der Universität. Das Publikum dankte Prof. Neisser mit Standing Ovations.