Broschüre „Universität in Bewegung“ im Landhaus vorgestellt

Im Parissaal des Landhauses in Innsbruck stellten am 10.12. Alt-Rektor Prof. Manfried Gantner, Landeshauptmann Herwig van Staa und die Innsbrucker Bürgermeisterin Hilde Zach die Broschüre „Universität in Bewegung“ vor.
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Bild: v.l.: Bgm. Hilde Zach, Alt-Rektor Manfried Gantner mit seiner Gattin Marieluise und LH Herwig van Staa.

„Es war mir eine ehrende Verpflichtung, dass wir diese Broschüre über das Wirken des Rektorates im Landhaus vorstellen, denn wir haben in diesen Jahren mit Rektor Gantner und seinem Team sehr eng zusammengearbeitet. Rektor Gantner hat sehr nachhaltige Arbeit geleistet“, würdigte der Landeshauptmann die Verdienste des Altrektors.

 

Bürgermeisterin Zach schloss sich den Dankesworten des Landeshauptmannes an und betonte besonders die gute und genaue Arbeit von Prof. Gantner. „Bei Rektor Gantner war immer alles bestens vorbereitet, wobei er immer hervorgehoben hat, wo die Vorteile für die Stadt, das Land und die Universität liegen“, erklärte die Bürgermeisterin.

 

Die Broschüre „Universität in Bewegung“ ist ein kurzer Bericht über die Rektoratsperiode 10/2003 – 09/2007 an der Universität Innsbruck. Beide, die Rektoratsperiode und die Broschüre wurden per 30.09.2007 abgeschlossen. Die Angehörigen der Universität Innsbruck und ihre Leitung hatten in dieser Amtszeit mit der Umsetzung des UG 2002 die größte Reform seit vielen Jahrzehnten zu bewältigen.

 

Die Broschüre gibt Einblicke in die Rahmenbedingungen, Ziele, Entscheidungen und Umsetzungsmaßnahmen, mit denen das erste UG-2002-Rektorat die damit verbundenen Herausforderungen vorantrieb. Sie enthält auch eine Reihe von persönlichen Einschätzungen des Rektorats von innerhalb und außerhalb der Universität zu den getroffenen Maßnahmen sowie zu dem aus dem Amt scheidenden Rektor und Rektorat. Die Außensicht der Universität erhält dabei durch pointierte ‚statements’ von Amtsträgern und Einzelpersönlichkeiten aus dem In- und Ausland breiten Raum.

 

Im Folgenden eine kurze Inhaltsangabe:

Die Broschüre gliedert sich zunächst in eine breit gefächerte Einleitung, die zunächst mit einer Zeittafel (S. 8 – 13) und einem in Zahlen gegossenen Überblick über Dynamik dieser Universität (S. 14 – 17) beginnt.

 

Die „Zeittafel“ (S. 8 – 13) zeigt auf, welche Aufgaben zur Umsetzung des UG 2002 unter größtem Zeitdruck und in höchster Qualität zu entscheiden und umzusetzen waren.

 

Im Abschnitt „Die Universität in Zahlen“ (S. 14 – 17) zeigt sich die in Zahlen gegossene Dynamik (im folgenden die Zahlen per 30.09.2007): Die Universität Innsbruck verfügte am 30.09.2007 über ca. 3 600 MitarbeiterInnen. Der Personalstand nahm in der Rektoratsperiode um nahezu 400 Personen zu. Fast 50 Professorinnen und Professoren wurden neu berufen. In den 4 Jahren des Rektorats konnten rd. 9.000 Studienabschlüsse gezählt werden, davon allein ca. 1000 Doktorate. Die eingeworbenen Forschungsmittel stiegen von € 13.3 Mio. auf nahezu € 25 Mio. p.a. Es sind derzeit rd. 900 extern finanzierte Forschungsprojekte in Arbeit. Das Budgetvolumen beträgt im Jahre 2007 mehr als  € 200 Mio.

 

Die wichtigsten Umsetzungsmaßnahmen des UG 2002 finden sich auf S. 32.

 

In der Einleitung nimmt auch der scheidende Rektor, Manfried Gantner, zu seinem Rektorat pointiert Stellung: Er zeigt seine Vision von Universität auf und weist darauf hin, dass „Innsbruck anders ist“ und häufig der „Sack geschlagen wurde, wenn der Esel, das UG 2002, und die schwierigen Rahmenbedingungen gemeint waren. Es werden ausgewählte Erfolge aufgelistet. Die künftigen Herausforderungen und ein Ausblick runden den „Rückblick in Freude“ ab.

 

Auch den Vorgängen um die Abtrennung der Medizinischen Fakultät in eine eigene Medizinische Universität wird nachgegangen (S. 34 – 37). Es folgen Einschätzungen zum Organisationsplan (S. 38 – 41) sowie zum „Bauplan für die Zukunft“, zum Entwicklungsplan, der u.a. aus dem gedeckelten Budget über 20 neue Professuren und über 10 neue Studien vorsieht. Organisations- und Entwicklungsplan wurden von Senat und Universitätsrat ohne Gegenstimmen bzw. einstimmig beschlossen.

 

Es folgt, eingeleitet vom zuständigen Vizerektor Tilmann Märk, ein längerer Abschnitt über den Innsbrucker Weg zu einer Forschungsuniversität (S. 50 – 61). Auch die Umsetzung der Bologna-Deklaration prägte dieses ausgehende Rektorat. Sie sind mit  Beiträgen der beiden Vizerektorinnen Eva Bänniger-Huber (2003 - 2006) und Margret Friedrich (S. 64 – 79) in der Broschüre enthalten.

 

Die Bedeutung der Universität Innsbruck für die Region (S. 81) und ihre internationale Vernetzung (S. 82 – 85) sind ebenso dargestellt.

 

Gleichbehandlung und Frauenförderung (S.102f.), Qualitätssicherung (S. 60), Aufbau eines AbsolventInnennetzwerkes (S. 96) und das Forschungszentrum Obergurgl (S. 62f) sind weitere Themen.

 

Ein Abschnitt ist der Kommunikation nach innen und außen gewidmet, wobei der Abschnitt „KommunikationspartnerInnen des Rektorats“ wertvolle Einsichten in die Breite und Vielfalt der „stakeholders“, mit denen der Rektor und das Rektorat ständig in Kontakt waren, ermöglicht.

 

Zwei wesentliche Themen über die Vizerektor Martin Wieser berichtet sind eine zukunftsorientierte Personalpolitik (S. 104ff.) und das strategische Baumanagement, sowohl im Bereich der Schutzmaßnahmen für ArbeitnehmerInnen, als auch Sanierungen und Neubauten: Beispiele sind (S. 114ff.):

  • Neubau Chemie/Pharmazie und Theoretische Medizin am Innrain, 
  • Universitätsbibliothek neu 
  • Restrukturierung des GeiWi-Gebäudes 
  • ICT-Gebäude 
  • Universitätssportinstitut 
  • Umbaumaßnahmen an der Fakultät für Architektur 
  • Institut für Biologie und Botanischer Garten 
  • Universitätszentrum Obergurgl 
  • Jesuitenkirche 
  • Sudhaus Adambräu (Architekturarchiv) 

 

Insgesamt waren in diesen Jahren des ersten UG 2002-Rektorat durch Baumaßnahmen, Anmietung und Planungen insgesamt über 80 000m2 betroffen (S. 112 – 117) Rektor Gantner hat hier ca. € 140 Mio. zusätzlich nach Innsbruck gebracht.

 

Schließlich waren geordnete Finanzen, die Befolgung der Prinzipien solider Finanzpolitik (S. 118 ff.) und ein transparenzschaffendes Berichtswesen (S. 126 ff.: Tätigkeitsbericht, Wissensbilanz und Rechnungsabschluss) ein Markenzeichen des aus dem Amt geschiedenen Rektors.

 

Am Ende der Broschüre finden sich eine Reihe interessanter Dokumente: Der Organisationsplan der Universität, Forschungsschwerpunkte, Forschungsfinanzierungsförderungen und -preise, Neue Professuren, die Bewerbung von Rektor Manfried Gantner für eine zweite Amtsperiode gemeinsam mit seinem Team und die Rede des ausscheidenden Rektors bei der Inauguration seines Nachfolgers.

 

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