Tagung zu Ehren Nikolaus Nilles

Prof. Wilhelm Rees vom Institut für Praktische Theologie hielt auf einer Tagung anlässlich des 100. Todestages von Nikolaus Nilles SJ einen Vortrag zum Thema „Nikolaus Nilles. Akademischer Lehrer und Priestererzieher in Innsbruck“.
Die TagungsteilnehmerInnen
Bild: Die TagungsteilnehmerInnen

Die Tagung “Symbolae. Wege der Erforschung des griechisch-katholischen Erbes” fand vom  23. bis 24. November 2007 fand am Saint Athanasius Greek Catholic Theological Institute in Nyíregyháza, Ungarn statt.

 

 

Nikolaus Nilles (1821-1907) war von 1860 bis 1898 Professor für Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck und zugleich von 1860 bis 1875 Regens und Priestererzieher am Internationalen Theologenkonvikt in Innsbruck, dem heutigen Canisianum. In seinem Forschen und Lehren wandte sich Nilles besonders den Rechtsstrukturen der verschiedenen ostkirchlichen Riten und deren Liturgien zu. Er verfolgte das Ziel, deren Gemeinsamkeiten sichtbar und für das Einigungsstreben der Kirche nutzbar zu machen.

 

 

Durch die Abfassung des zweibändigen sogenannten „Kalendariums“, einem liturgiegeschichtlichen Festkalender der West- und Ostkirchen, dem die sogenannten Symbolae als Band 3 folgten, ist Nilles über die Grenzen Innsbrucks hinaus bekannt geworden. Nilles Werk ist auch heute noch als Quellensammlung und Kommentar für die katholischen Ostkirchen von besonderer Bedeutung. Nilles ging es nicht nur um die Erforschung der Geschichte, sondern wesentlich auch um den Dialog in den Kirchen. Beide Anliegen hatte sich die Tagung in Ungarn zum Ziel gesetzt. Rees steht als heutiger Fachvertreter für Kirchenrecht in der Nachfolge des exzellenten Lehrers und Forschers Nikolaus Nilles.