top Alumni: Glückspiel mit Verantwortung

Am vergangenen Donnerstag lud der ALUMNI Service der Uni Innsbruck zur Veranstaltung „Glückspiel mit Verantwortung“ in die Aula des Hauptgebäudes ein. Vortragender war diesesmal ein ganz besonderer Absolvent der UNI Innsbruck: Dr. Karl Stoss, Generaldirektor der Casinos Austria AG& Österreichischen Lotterien GmbH.
Karl Stoss referierte über Glückspiel mit Verantwortung
Bild: Karl Stoss referierte über Glückspiel mit Verantwortung
Provokanter Titel

 

Rektor Karlheinz Töchterle  stellte der anwesenden Menge den Ehrengast des  Abends vor und präsentierte den Titel seines Vortrags: Glückspiel mit Verantwortung. Was erst nach einem Widerspruch klang, erstrahlte am Ende des Vortrags in einem anderen Licht.  Dr. Karl Stoss schaffte es im Zuge seiner Präsentation aufzuzeigen, dass selbst ein so ungleiches Begriffspaar wie Glückspiel und Verantwortung unter einen Hut gebracht werden können.  Zumindest von den Casinos Austria.

 

Monopol oder Liberalisierung

In der internationalen Welt der Glückspiele nehmen die Casinos  Austria AG (CSAG) und die österreichischen Glückspielgesetze eine interessante Position ein. Wie Stoss betonte, ist die CSAG ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Das  Glückspielmonopol habe nicht die CSAG inne, sondern der  Österreichische Staat. Der Bund behält sich das Monopol auf Glückspiele vor, wobei das Recht zur Durchführung über Konzessionen an Lizenznehmer vergeben wird. Derzeit sind das die Casinos Austria, bzw. die Österreichischen Lotterien. Österreichweit besitzen die CSAG 12 Standorte, 9 davon befinden sich allein in Wien.

 

Die Vorteile eines „Monopols“  liegen für Stoss klar auf der Hand: Geldwäsche und  Kontrolle durch das organisierte Verbrechen sind in den Casinos Austria kaum anzutreffen, was der  CSAG als Unternehmen auch auf internationler Ebene einen  exzellenten Ruf eingebracht hat.  Auch der Versuch der weitestmöglichen Eindämmung und Kontrolle der Spielsucht sprechen für einen verantwortungsvollen Umgang  der CSAG mit dem Thema Glückspiel. Eine Liberalisierung würde dem Allem entgegenwirken.  Gesetzliche Regelungen, die das Glückspiel betreffen, sind innerhalb der EU  Sache der einzelnen Mitgliedsstaaten. Das österreichische Glückspielgesetz zählt mit seiner Regelung der Konzessionenvergabe europaweit zu einem der liberalsten; auch Sportwetten sind bei uns - im Unterschied zu Deutschland – legal.  Änderungen wird es vorerst nur hinsichtlich der Automatenspielregelung geben.

 

Optimum statt Maximum

Die CSAG besitzt 76 Casinos in 5 Kontinenten. Seit 40 Jahren existiert die CSAG – begonnen hat alles in Kitzbühel.  Das Erfolgsrezept, auf dem die internationale Erfolgsstory der CSAG gründet, teilte Stoss seiner Zuhörerschaft bereitwillig mit:  Wer international erfolgreich sein möchte, brauche einen starken Heimmarkt. Die Strategie scheint sich zu bewähren:  19 Mio. Menschen waren allein im letzten Jahr weltweit in einem ihrer Casinos zu Gast und haben sich an 1131 Spieltischen und 11.188 Automaten vergnügt.  Das Management setzt dabei auf die Devise „Optimum statt Maximum“ und punktet auf dem heiß umkämpften Casinomarkt vor allem durch innovative Spielideen, wie dem bargeldlosen Automatenspiel, und seiner hervorragende Eventgastronomie.

 

Wann ist ein Spiel gerecht?

Nach Beendigung seines Vortrags, stand der Generaldirektor der CSAG seiner Zuhörerschaft noch Rede und Antwort. Dabei wurde unter anderem auch die Frage, wann ein Spiel als gerecht, und wann als ungerecht zu bezeichnen ist, diskutiert.

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