Junge Archäologen beim „Tag des Denkmals“ 2007

Am „Tag des Denkmals 2007“ konnten junge Archäologen, betreut durch Wissenschafter der Stadtarchäologie Hall in Tirol und der Universität Innsbruck, an einer eigenen archäologischen Kindergrabung in St. Magdalena im Halltal/Absam teilnehmen.
Jungarchäologen Lukas und David bei der Ausgrabung (Foto: F.M. Müller)
Bild: Jungarchäologen Lukas und David bei der Ausgrabung (Foto: F.M. Müller)

Der „Tag des Denkmals“ ist Österreichs Beitrag zu den europaweit jährlich organisierten European Heritage Days, die 1991 auf Initiative des Europarates und unter der Mitwirkung der Europäischen Union ins Leben gerufen wurden. Unter dem diesjährigen Motto „Irdisch-Unterirdisch / Keller-Gräber-Grabungen“ wurden dafür am Sonntag, den 23. September 2007 in ganz Österreich in einer vom Bundesdenkmalamt zusammengestellten Auswahl rund 170 Objekte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In zahlreichen Spezialführungen erklärten Fachleute dabei die verschiedenen Objekte und Denkmäler. Aktivitäten fanden auch an der archäologischen Ausgrabungsstelle beim ehemaligen Augustinerinnenkloster St. Magdalena im Halltal/ Absam statt.

 
Archäologische Ausgrabungen bei St. Magdalena im Halltal/ Absam

Im Jahre 2003 bei Umbauarbeiten entdeckte späthallstattzeitliche Keramik (ca. 500 v.Chr.) führte in der Folge zu jährlich fortgesetzten archäologischen Grabungen durch die Stadtarchäologie Hall in Tirol. Diese erbrachten eine Fülle an keramischen Bodenfunden, die keinen Zweifel an der prähistorischen Nutzung dieses Platzes ließen. Der Grabungsleiter Dr. Alexander Zanesco berichtete, dass es sich wohl um eine gewerbliche Anlage gehandelt hat, die in Zusammenhang mit dem Salzbergbau zu sehen ist.

 

Archäologische Kindergrabung

Parallel zu den Führungen der Erwachsenen wurde für kleine ArchäologInnen eine eigene Kindergrabung veranstaltet. Wie arbeitet ein Archäologe? Wie läuft eine archäologische Ausgrabung ab? Spielerisch wurden die Kinder dabei in die Arbeitsweise eines Archäologen eingeführt. Dazu wurde in mehreren Gruppen unter der Leitung von Mag. Alexandra Krassnitzer vom Verein zur Förderung der Stadtarchäologie und Stadtgeschichte in Hall i.T. und Mag. Florian Müller vom Institut für Archäologien der Universität Innsbruck eine archäologische Ausgrabung nachgestellt. Vom Auffinden der Fundstelle, dem Ausmessen des Grabungsbereiches, dem vorsichtigen Ausgraben von verschiedensten Fundobjekten, der Vermessung sowie fotografischen und schriftlichen Dokumentation wurde ein Einblick in spannende Forschungen geboten. Dutzende Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren konnten selbst aktiv daran teilnehmen, kleine und größere „Schätze“ zu entdecken und auszugraben und somit schon in jungen Jahren erste Einblicke in die archäologische Forschungstätigkeit gewinnen. Es zeigte sich, dass gerade Kinder und Jugendliche sehr schnell bereit sind, sich für archäologische Themen zu begeistern und sich eifrig und engagiert damit auseinanderzusetzen.