Bunte Kinder-Sommer-Uni

So vielfältig wie die Universität Innsbruck ist auch heuer wieder das Programm der Kinder-Sommer-Uni. Kinder konnten bisher zum Mars fliegen, ein Eier-Dampfboot bauen, ein Skelett ausgraben, Indien entdecken, Glück und Pech im Spiel haben, in Obergurgl die Natur erforschen und eine Stadt bauen. Spannende Programme gibt es noch bis Ferien-Ende.
Kinder-Sommeruni_2007
Bild: Den Kindern wird bei der Kinder-Sommer-Uni ein buntes Programm geboten.

„Einer von euch könnte der erste Mensch am Mars sein!“ Ohne Zweifel – jedes der Kinder, das die Kinder-Vorlesung „Expedition Mars: Aufbruch zu einer neuen Welt“ von Gernot Grömer vom Institut für Astrophysik hörte, fühlte sich angesprochen und wird hart daran arbeiten, seine Träume zu verwirklichen. Aber nicht nur der Mars lockte bisher an die 340 Kinder zur 5. Kinder-Sommer-Uni, sondern auch die Ausgrabungen am Demlfeld in Ampass. Anni Awad vom Institut für Archäologien, Bereich Ur- und Frühgeschichte, organisierte die Veranstaltung. Die Kinder lernten Ausgrabungstechniken kennen und fanden Scherben aus der Räterzeit und sogar ein Skelett – aus Plastik!

 

Eier-Dampfboot und Heißluftballon

„Physik zum Anfassen“, geleitet von Christoph Nägerl vom Institut für Experimentalphysik, war das am meisten nachgefragte Programm. Mit großem Eifer bauten die Kinder Dampfboote aus Eiern und auch die Ballone aus Alufolie gingen mit Hilfe von Brennspiritus in die Luft. Die studentischen Betreuer freuten sich gleichermaßen wie die Kinder über die erfolgreich verlaufenden Experimente. Ein weiterer Höhepunkt war  der Besuch der Universitätsklinik Innsbruck. Marion Eisenmann von der TILAK führte die Kinder durch die Labors, ins Medienzentrum und durch die Großküche der Klinik, in der unglaubliche 8.000 Essen pro Tag zubereitet werden.

 

Namaste und rien ne va plus!

Auch andere Länder und Bräuche standen am Programm. Veenu Scheiderbauer vom Internationalen Sprachenzentrum (ISI) begrüßte die Kinder mit „Namaste“, was „Hallo“ in Hindi bedeutet, und führte in die indische Kultur ein: Mit großem Geschick und Elleganz band sie einen 6 m langer Sari und zeigte, dass die Bedeutung von Symbolen in verschiedenen Kulturen unterschiedlich ist. Während die Eule bei uns als Zeichen der Weisheit gilt, ist sie in Indien ein Symbol für Dummheit. Dummheit war auch ein Thema im Programm „Glück und Pech“ von Prof. Klaus Schredelseker vom Institut für Banken und Finanzen, in dem es um Wahrscheinlichkeitstheorie ging. Denn  die Roulettekugel hat genauso wie die Lottokugel kein Gedächtnis und jede der 36 oder 45 Zahlen kommt mit gleicher Wahrscheinlichkeit vor. Systemspielen hat also nur für diejenigen einen Sinn, die das System teuer verkaufen. Die Kinder konnten sich davon beim Roulette spielen überzeugen.

 

Land und Stadt

Drei Tage erforschten Kinder unter Leitung von Suzanne Kapelari von der Grünen Schule im Botanischen Garten im Universitätszentrum Obergurgl die Natur und Umwelt: Alpenmolch, 4-Punkt-Kreuzspinne oder Tannenhäher – keines der Tiere ist ihnen mehr unbekannt. Gearbeitet wurde auch beim Bau einer Stadt. Gemeinsam mit den Architekten Prof. Arnold Klotz vom Institut für Städtebau und Monika Abendstein vom Architekturforum Tirol (AUT) wurde eine Stadt entworfen und aus Holz und Styropor gebaut.

 

KiMillionen-Show, Detektive im Pflanzenreich, Einstein, Frankenstein und Co., Gebärdensprache für Kinder und Leben im Eis heißen die Kinder-Sommer-Uni-Programme, die noch bis 5. September stattfinden.