Klettern als Therapie

Ende Juli lud das Universitätssportinstitut USI Kinder und Jugendliche, die in der psychotherapeutischen Station der Univ. Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik des Kindes und Jugendalters stationär behandelt werden, zu einem Sportkletter-Schnuppertraining.
Die Kinder und Jugendlichen beim Kletter-Schnupperkurs
Bild: Die Kinder und Jugendlichen beim Kletter-Schnupperkurs

Der Mittwoch ist für die Kinder und Jugendlichen der Psychotherapeutischen Station der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychosomatik immer ein besonderer Tag, denn an diesem Tag steht Freizeitpädagogik „Alltagstherapie“ am Programm. Die PatientInnen erkunden mit ihren BetreuerInnen die nähere Umgebung Innsbrucks.

 

Am Mittwoch, dem 25. Juli wurden die Kinder und Jugendlichen vom Direktor des USI, Prof. Helmut Weichselbaumer, zur Ausübung einer etwas anderen, unbekannten sportlichen Aktivität eingeladen. Seit vielen Jahren besteht eine Kooperation zwischen dem USI und der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychosomatik in Form einer wöchentlichen Benützung des USI Hallenbades. Ein „High – light“ im wahrsten Sinne des Wortes fand letzten Mittwoch statt.

 

Mag. Reinhard Pühringer, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer und Verantwortlicher für Alpinsport und Sportklettern am USI, begleitete mit der tatkräftigen Unterstützung von zwei Therapeutinnen die TeilnehmerInnen in ungewohnte Höhen. Immerhin 11 Meter galt es in der Vertikalen zu überwinden, bis unters Dach des Pulverturms.

 

Klettern ist eine höchst therapeutische Aktivität – kommt es dabei doch sehr auf Eigenschaften an, die für ein geglücktes Leben notwendig sind: Sicherheit empfangen und geben, Vertrauen in den Sichernden und in die eigene Leistungsfähigkeit, mit Ausdauer Ziele verfolgen und die dabei notwendige Kommunikation sowie die positive Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper.

 

Nach eineinhalb Stunden war es geschafft, neue Horizonte eröffneten sich und die Wertigkeiten im Leben wurden neu gereiht. Eine höchst erfolgreiche Therapieeinheit, für die PatientInnen wie auch für die BegleiterInnen, wurde abgeschlossen und bereits am Weg zum Bus wurde der Ruf nach einer Wiederholung laut.