Klimawandel: „Wir wissen, was wir wissen müssen!“

Beim Klimawandel, seinen Ursachen und Folgen gilt: „Wir wissen, was wir wissen müssen“.Zu diesem Ergebnis kam die prominente wissenschaftliche Diskussionsrunde, die die Aufführung des weltbekannten „Al Gore“-Films „Eine unbequeme Wahrheit“ beim jüngsten alpS-Forum begleitete.
v.l.: Prof. Hans Stötter, Prof.  Hannelore Weck-Hannemann, Prof. Martin Coy,  Prof.  Roman Anton Siebenrock, Prof. Michael Kuhn
Bild: v.l.: Prof. Hans Stötter, Prof. Hannelore Weck-Hannemann, Prof. Martin Coy, Prof. Roman Anton Siebenrock, Prof. Michael Kuhn
Bis sich eine Erkenntnis umsetzt….

 

Al Gore verweist in seinem Film auf die äußerst langen „Inkubationszeiten“ bis zur Wirkung von Erkenntnissen. Er hat bereits in den Siebzigerjahren erste Anhörungen in Kongress und Senat veranlasst. „Es gab Warnungen“, die „großen Änderungen der Zivilisation“ kündigten sich an, der Mensch stellt eine eigene Naturgewalt dar. Hoffnung zur Umkehr gibt im Film der Umstand, dass sich immer mehr amerikanische Bundesstaaten und Städte zu konsequenten Klimaschutzmaßnahmen bekennen und diese umsetzen.

 

Der Fluch des egoistischen Denkens

Das Podium beim alpS-Forum bestand aus VertreterInnen der Universität Innsbruck: Dekan Univ.-Prof. Dr. Martin Coy als Diskussionsleiter (Institut für Geographie), Prof.  Hannelore Weck-Hannemann (Institut für Finanzwissenschaft), Prof. Hans Stötter (Institut für Geographie), Prof. Michael Kuhn (Institut für Meteorologie und Geophysik) und Prof. Roman Anton Siebenrock (Institut für Systematische Theologie). Die Stellungnahmen galten sowohl verhaltensleitenden Grundsatzfragen wie auch konkreten Erfordernissen.

Für den Theologen Siebenrock steht die von Descartes und Bacon maßgeblich betriebene Vorstellung vom Menschen als „Meister der Schöpfung“ zur Diskussion. Prof. Kuhn sieht das „kurzfristige Denken“ als Hauptschwierigkeit für konsequente Verhaltensänderungen. Die Professoren Stötter, Weck- Hannemann und Diskussionsleiter Prof. Coy widmen sich den Schutzmaßnahmen, die dem Wandel nicht mehr gewachsen sind (Stötter), den sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen (Weck- Hannemann) und dem Umgang mit dem Regenwald (Coy).

 

Was auf die nächste Generation zukommt

Wir wissen, was wir wissen müssen – diese Erkenntnisse und auch das Wissen um die grundlegenden Erfordernisse für die Umsetzung sind vorhanden. Die „Realität“ geht noch in eine andere Richtung, weil „nicht in Generationen gedacht wird“, so Roman Siebenrock. Hoffnung gibt, so „Einlader“ Eric Veulliet - Geschäftsführer von alpS - das große Interesse der Jugend. Sie weiß, worauf sie sich vorbereiten muss.