Kirche und Staat im Horizont einer globalisierten Welt

Die Rolle der Kirche in inner- und außereuropäischen Staaten stand im Mittelpunkt des Symposiums „Kirche und Staat im Horizont einer globalisierten Welt“, das Anfang März in Salzburg stattfand. Organisiert wurde die mit internationalen ReferentInnen besetzte Veranstaltung von Theologieprofessoren der Universitäten Innsbruck und Salzburg.
V.l.n.r.: Prof. Hans Paarhammer, Dr. Gerlinde Katzinger, Frau Loretan, Prof. Adrian Loretan; Prof. Wilhelm  Rees.
Bild: V.l.n.r.: Prof. Hans Paarhammer, Dr. Gerlinde Katzinger, Frau Loretan, Prof. Adrian Loretan; Prof. Wilhelm Rees.

Prof. Hans Paarhammer (Lehrstuhl für Kirchenrecht am Fachbereich Praktische Theologie der Universität Salzburg) und Prof. Wilhelm Rees (Lehrstuhl für Kirchenrecht am Institut für Praktische Theologie der Universität Innsbruck) luden am 7. und 8. März 2007 ins Kardinal-Schwarzenberg-Haus in Salzburg ein, um den aktuellen Status von Kirchen und Religionsgemeinschaften in und außerhalb Europas zu beleuchten.

 

Im Eröffnungsreferat „Kirchenfinanzierung im europäischen Vergleich“ beleuchtete Prof. Rees (Innsbruck) die Geschichte der Kirchenfinanzierung und die unterschiedlichen System in den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union und unterzog diese zugleich einer kritischen Würdigung. Dr. Gerlinde Katzinger (Salzburg) blickte auf das Verhältnis von Staat und Kirche in Europa vor allem unter der Rücksicht des Grundrechts der Religionsfreiheit und der Rolle der Kirchen und Religionsgemeinschaften im EU-Recht. Prof. Ariel Busso (Buenos Aires / Argentinien) berichtete über das Staat-Kirche-Verhältnis in Argentinien, Prof. Nikolaus Schöch (Rom) über Probleme von Ehe und Familie in verschiedenen Staaten Südamerikas. Prof. David Jäger (Rom) wandte sich den aktuellen Fragen der Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und seinem Heimatland, dem Staat Israel, Prof. Stephan Haering (München) den neuesten Entwicklungen im deutschen Konkordatsrecht, Prof. em. Hugo Schwendenwein (Graz) den aktuellen Fragen des Verhältnisses von Kirche und Schule in Österreich zu.

 

Den abendlichen Festvortrag im Rahmen der Thomasfeier des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften (Salzburg) und des Fachbereichs Praktische Theologie – Kirchenrecht der Universität Salzburg hielt Prof. Adrian Loretan (Schweiz) über das Staat-Kirche-Verhältnis in der Schweiz.
Insgesamt wurden Bedeutung und Rolle der Kirchen und Religionsgemeinschaften innerhalb der Europäischen Union, deren eigener Status und ebenso die Notwendigkeit des Dialogs deutlich.

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