Erste Präsidentin der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft kommt aus Innsbruck

Als erste Frau in der Geschichte der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft (ÖPG) wurde Prof. Monika Ritsch-Marte Ende September zur Präsidentin gewählt. Sie folgt in der Funktion dem Wiener Prof. Helmut Rauch nach, der ihr als Stellvertreter zur Seite stehen wird.
Prof. Monika Ritsch-Marte
Bild: Prof. Monika Ritsch-Marte

Bei der Mitgliederversammlung am 20. September in Graz wurde Prof. Ritsch-Marte zur Präsidentin der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft (ÖPG) gewählt. Sie wird diese Funktion mit Beginn des kommenden Jahres antreten und zwei Jahre der Gesellschaft vorstehen. „Meine Anliegen sind vor allem, die ÖPG-Tagung für den wissenschaftlichen Nachwuchs etwas attraktiver zu gestalten und den Stellenwert der Physik in Österreich möglichst zu erhöhen“, formuliert Prof. Ritsch-Marte die Ziele für ihre Amtszeit. Laut Statuten soll die ÖPG der Förderung und Verbreitung der physikalischen Wissenschaft in Forschung, Entwicklung und Unterricht dienen, die österreichischen Physikerinnen und Physiker aus allen Bereichen einander näher bringen und deren Gesamtheit nach außen vertreten.

 

Österreichische Physikalische Gesellschaft

Prof. Ritsch-Marte ist die erste Frau an der Spitze der ÖPG. Mit Rudolf Steinmaurer (1955/56), Josef Kolb (1963/64) und Ferdinand Cap (1975/76) waren bereits drei Innsbrucker Physiker Präsidenten der Gesellschaft. Erster Vorsitzender des Vereins war Karl Wilhelm Friedrich Kohlrausch.

 

Zur Person:

Monika Ritsch-Marte wurde in Höchst am Bodensee geboren. Im Jahr 1980 begann sie mit dem Studium der Physik an der Universität Innsbruck, das sie 1984 erfolgreich abschloss. Von 1985 an arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin in Innsbruck, bevor sie an die University of Waikato in Neuseeland ging, um dort einen Ph.D. zu erwerben. Mit einem Charlotte-Bühler-Stipendium des Wissenschaftsfonds (FWF) habilitierte sich Ritsch-Marte 1995 in Innsbruck auf dem Gebiet der Theoretischen Quantenoptik und forschte dann in der Arbeitsgruppe von Prof. Peter Zoller. Von 1996 bis 1998 arbeitete sie mit einem APART-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), bevor sie als Professorin für Medizinische Physik an die Medizinische Fakultät der Universität Innsbruck berufen wurde. Heute leitet Monika Ritsch-Marte die Sektion für Biomedizinische Physik an der Medizinischen Universität Innsbruck, wo sie gemeinsam mit Stefan Bernet die Arbeitsgruppe Biomedizinische Laseranwendungen aufgebaut hat.